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Totale Ausgangssperre in Israel ab heute Abend 20.30 Uhr

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B“H
Jeder, der seine Wohnung verlässt, darf dies nicht weiter als 100 m tun, sonst hagelt es Geldstrafen von 3000 – 5000 Schekel (750 – 1250 Euro). Wie soll man denn da noch einkaufen gehen?
Morgen muss ich zur Chemotherapie ins Shaare Zedek Medical Center und die öffentlichen Verkehrsmittel fahren nicht mehr. Somit darf ich morgen eine Menge Geld für Taxen ausgeben. Was aber machen all die Patienten, die sich kein Taxi leisten können? Und was kommt als nächstes? Kein Telefon und Internet mehr?
Die Situation wird langsam katastrophal und jetzt kann man noch nicht einmal einkaufen wegen der 100 m Abstand vom zuhause.
Ich muss morgen alle meine Onkologie – Dokumente dabeihaben sowie die Arbeitsunfähigkeitskarte von der Bituach Leumi (Nationalversicherung). Mehr als zwei Personen dürfen nicht in einem Fahrzeug sitzen.
Für Kranke sind all die Beschränkungen eine Katastrophe und ich sehe schon: Wir werden kein Pessach haben. Es ist eh die Rede davon, das Fest um einen Monat zu verschieben, aber all die Regulierungen sollen auf einmal bis Ende April dauern. Was essen wir denn bis dahin?
Mein Vorschlag: Nur eine komplette Ausgangssperre für Leute über 65!
Hinzu kommt die Nachricht, dass am heutigen Dienstag zwei Israelis am Coronavirus verstorben sind. Eine 67 – jährige und ein 87 – jähriger mit extremen Gesundheitsproblemen wie Schlaganfall, Demenz und Diabetes.

17 Kommentare

  1. Miriam Woelke sagt:

    B“H

    Israelische Aerzte und das Gesundheitsministerium gehen aufeinander los. Irgendwie kommt es mir so vor, dass Beamte vom Ministerium, die keinen medizinischen Hintergrund haben, zu gerne Doktor spielen wollen. Am besten noch alle Aerzte feuern und selbst alles in die Hand nehmen.

  2. Sebastian sagt:

    Passt blos auf euch auf in Israel, der Spiegel und das Licht der Welt . In Spanien sind heute wieder 500 Menschen verstorben.

    • Miriam Woelke sagt:

      B“H

      Offziell orientiert man sich an den Zahlen aus Italien und Spanien und geht von zehntausenden von Toten aus. Allen Alters und nicht nur aeltere Leute.

  3. Christine Frank sagt:

    Hallo Miriam, bin gerade über einen Artikel der Jerusalem Post gestolpert – ich hoffe, es stimmt, was die da schreiben: “People allowed only 100 meters from homes, still permitted to buy groceries, medicine.”
    https://www.jpost.com/Breaking-News/1656-Israeli-infected-with-coronavirus-Health-Ministry-622101?utm_source=ActiveCampaign&utm_medium=email&utm_content=Three+Israelis+dead+from+coronavirus%2C+Netanyahu+to+increase+restrictions&utm_campaign=Marsh+24+night
    Bitte lass Dich nicht unterkriegen, liebe Miriam! ♥ Und für morgen drücke ich – wie immer – Daumen und dicke Zehen.

  4. Shlomo sagt:

    Wollte eigentlich morgen mein Kuehlschrank wieder auffuellen, weil der mal wieder leer ist. Naechste Option Lebensmittel einigermassen bezahlbar zu kaufen ist genau 300m entfernt, weil, bei Rami Levi sinds 5km.
    Andere Option ist ein Kiosk, der nur Lebensmittel fuer reiche Israelis hat, ganz “knapp” ueber ~100m entfernt. Nun denn, dann eben teurer einkaufen und weniger essen, anders gehts wohl nicht. Schoen zu lesen, dass es keine Lebensmittelknappheit gibt, wenn die Supermaerkte voll davon sind, aber wie ran kommen???
    Wenn die mich schnappen und ich muss einige Tausend Nis spenden, koennen die ja mal versuchen einem Nackten in die Tasche greifen. Betuach Leumi hat immer noch nicht gezahlt und ist trotz schriftlicher Zusage schon fast ein Monat im Rueckstand und Bankkonto deswegen weit im Minus. Wenn kein Geld mehr da ist, gibts halt nichts mehr zu essen.
    Kann mich auch dafuer aussprechen, Ausgehverbot fuer ab 65-jaehrige und Alleinstehende muessen staatlich korrekt versorgt sein, sonst funktioniert das mit der Korona-Eindaemmung nicht.
    Man MUSS etwas zum Knabbern haben!!!

    • Miriam Woelke sagt:

      Einkaufen ab morgen nur per Mishlochim. Nur Apotheken und Arzt sind erlaubt.
      Heute fahren noch Busse. Bis heute Abend. Dann sieben Tage lang nicht mehr.

  5. steric sagt:

    Also, die 100 meter sind NUR fuer Spaziergaenger, Leute die mit dem Hund raus muessen etc, Lebensmittel einkaufen, Arztbesuche sind weiterhin erlaubt – und natuerlich Fahrten zur Arbeit (wenn Systemrelevant).
    Leider bringt das alles nur etwas, wenn jeder sich an die Vorgaben haelt und sie auch versteht. Die groesste Gefahr geht derzeit von den vielen unbelehrbaren religioesen aus, die sich weiterhin auf den Strassen treiben lassen – als waeren sie resistent. Dort sollte man die Aufklaerung intensivieren und eine komplette Ausgangssperre durchsetzen – Systemrelevanter Arbeit, werden ja dort die wenigsten nachgehen.
    Eine Ausgangssperre – nur fuer aeltere, wird nicht reichen – dann dauert es nur 1-2 Wochen laenger bis die Kapazitaeten in den Krankenhaeusern ausgeschoepft sind – nur dann – ebend mit entsprechend juengeren Leuten.
    Pessach werden wir nur im engsten Kreis feiern koennen – und mit ein paar (optimistischen) Rechenspielen, werden wir wohl auch Neujahr noch so verbringen muessen.
    BR

    • Miriam Woelke sagt:

      100 m ab morgen. Auch mit Hund. Einkaufen nur per Mishlochim.

      • steric sagt:

        ab heute 5 Uhr.. & wie gesagt, einkaufen & medizin faellt nicht unter die 100m begrenzung.. Hier der Wortlaut:

        „The Health Ministry announced new measures decided on by the government that will be in effect as of 5 PM Wednesday.
        Restrictions include no civilians allowed out except for food, medicine, and other vital supplies. People can come out briefly if they remain 100 meters from their homes.
        These new restrictions are to be in effect for seven days“

    • Miriam Woelke sagt:

      B“H

      Dann sehe ich schon wieder Leute joggen und mit dem Hund ausgehen. Sobald der Supermarkt erlaubt ist, sind die Leute draussen. Vor allem die Jogger bei uns in der Gegend.

      Ich war nach der heutigen Chemotherapie schnell auf dem Machane Yehudah Markt, wo nur die teuren kleinen Supermaerkte auf sind. Die Abzocker – Tante – Emma – Laeden und ich muss sagen, manche Leute rasten total aus. Alles schnell, schnell, schnell und jeder, der mal kurz hustet oder sich auch nur raeuspert, bekommt saemtliche boesen Blicke der Umgebung.

  6. Miriam Woelke sagt:

    B“H

    Heute fahren noch die Busse bis 20.00 Uhr. Ab morgen dann sieben Tage lang nicht mehr und in einer Woche nehme ich zur Chemotherapie ein Taxi. Ich habe einen extra Ausdruck von der Onkologie erhalten, dass ich ins Krankenhaus muss und so die Ausgangssperre umgehen kann.

    Heute war in der Onkologie alles wie gehabt und nichts Auffaelliges. Nicht alle tragen Masken, aber insgesamt werden im Krankenhaus vom Personal schon Masken getragen und Abstand gehalten. Wo das halt so moeglich ist. Die Corona – Patienten (ich glaube, 20 an der Zahl) sind draussen in einer speziellen Einrichtung ausserhalb des Krankenhauses. Auf eine normale Intensivstation kommen sie nicht. Der Krankenhausbetrieb geht normal weiter, nur darf jeweils nur ein Besucher kommen und das auch nicht immer. Jeder Patient muss am Eingang nachweisen, dass er einen Termin hat.

  7. Sebastian sagt:

    Es ist schwer, wir haben mindestens noch 3 Wochen Ausgangsperre .Man redet schon das es bis Mai gehen soll was komplett die Wirtschaft zerstören wird so wie wir sie kannten und wo die armen am meisten leiden werden . Es kann en Chaos enden, also Sachen wie Überfalle auf Supermärkte und solche Sachen. Heute sind 750 Menschen in Spanien verstorben, Menschen die man nicht mal beerdingen kann da das auch verboten ist.
    Wir sehen gerade den totalen Kolaps des Systems so wie wir es bisher kannten und das in nur wenigen Wochen . Was danach kommt, weis man nicht weil man es nicht mehr in Zeit messen kann.

    • Miriam Woelke sagt:

      B“H

      In Israel spricht man von einer vollkommenen Ausgangssperre in der naechsten Woche. Eigentlich dachte ich vor ein paar Tagen, dass dies bekanntgegebenen Massnahmen vor ein paar Tagen schon eine fast totale Ausgangssperre bedeutet, aber nichts. Leute laufen immer noch draussen herum. Vor allem mit ihren Hunden und KIndern.

      Wie immer hoffe ich nur, zur Chemotherapie ins Krankenhaus zu kommen.

      Spanien hat es auch ganz schlimm erwischt und die Deutschen von Mallorca hauen wohl, so gut wie, ab. 🙂 In Israel sind wir noch lange nicht soweit, doch man befuerchtet, dass dies auch noch eintrifft.

      Ich bin fast nur daheim, es sei denn, ich muss ins Krankenhaus. Ansonsten kaufen Freunde fuer mich ein und bringen es mir per PKW vorbei.

    • Jaco sagt:

      Eine Ausgangssperre bringt leider keinen was, es zerstört die Gesellschaft, Wirtschaft und das ganze Land. Das Virus lässt sich durch die Ausgangssperre nicht aufhalten, früher oder später hat es jeder.
      Logischer wäre es, die Immunschwachen Personengruppen zu schützen und nicht alle gesunden Menschen mit einzusperren.

      • Miriam Woelke sagt:

        B“H

        Ich bin auch eher dafuer, Leute ab 65. Jahren nicht mehr hinauszulassen. Oeffentliche Transportmittel sollten so bleiben wie jetzt. 25 % ist noch okay.

        Das Problem ist nur, dass nie alle Leute mitmachen und viele meinen, es betreffe sie eh nicht.

        In der naechsten Woche werden wir alle nicht mehr rausduerfen, sondern wirklich nur noch Leute mit einem triftigen Grund wie Krankenhaus – Behandlungs. Und dann fahren auch die Oeffis nicht mehr. Alles laeuft darauf hinaus.

  8. Miriam Woelke sagt:

    Netanyahus Rede an die Nation / 25. Maerz 2020

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/277829

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