Leben in Jerusalem

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Zum Unwetter und Alltag

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Gesehen im Machane Yehudah Markt / Jerusalem – Photo: Miriam Woelke

B“H
Das Unwetter, welches am letzten Mittwoch / Donnerstag durch halb Israel zog, ist längst wieder vorbei. In jenen Straßen von Nahariya, die geflutet waren, räumten die Bewohner auf und putzen alles. Überall Schlammreste und es stellt sich die Frage, ob die Versicherungen die massiven Schäden bezahlen. Vermutlich nicht, denn dazu ist eine Zusatzversicherung nötig und vor allem viele Geschäftsinhaber müssen für die Schäden alleine aufkommen. Die Stadt Nahariya bat die Regierung um Hilfe, aber auch das wird die Kosten nicht decken. Stattdessen sollte der Fluß ausgebaut werden, damit die Wassermassen, die vor allem aus dem Norden kamen, ins Meer geleitet werden.
Gestern schon zog es eine Menge Israelis hinaus in die Natur und man bestaunte ungewohnt volle Flüsse, Wasserfälle und den Schnee auf dem Hermon. Der See Genezareth (Kinneret) steigt und steigt. Bislang um 23 cm und das Wasser wird dringend benötigt, denn es regnete nicht gerade viel in den letzten Jahren oder gar Jahrzehnten. Ich glaube, es war im Jahre 1991 oder 1992 als der Kinneret über die Ufer trat. Zuletzt trocknete er immer mehr aus und es bildeten sich sogar kleine Inseln.
In Tel Aviv hingegen ist man, nach wie vor sauer, auf Bürgermeister Ron Chulda’i, der nichts tut, um das seit Jahrzehnten marode Abwassersystem gründlich zu überholen.
Für mich ist diese Woche eine entscheidende Woche, denn am Mittwoch treffe ich meinen Krankenhaus – Onkologen und am Donnerstag muss ich zur Krankenkasse zum Hausarzt. Mein Blasenproblem ist fast ganz verschwunden. Dank der Medikamente, die ich endlich einmal erhielt.
Am vergangenen Donnerstagnachmittag hatte ich einen weiteren CT Scan und diesen Mittwoch erhalte ich vom Onkologen das Ergebnis. Ich vermute stark, dass ich eine neue Metastase im Bauch wachsen habe, aber wie auch immer das Ergebnis lauten wird, ich werde wieder zurück auf Chemotherapie sein. Entweder, um Metastasen zu kontrollieren bzw. zu schrumpfen oder um den Wuchs weiterer Metastasen erst einmal zu verhindern.
Viele Leser fragen nach den Lebenshaltungskosten etc. in Jerusalem. Dazu habe ich bisher allgemein berichtet. Wenn jemand detailliert etwas wissen will, dann geht dies nur, wenn er mich seine konkreten Vorstellungen wissen lässt. Beispiel: Wo man wohnen will, was genau man arbeiten will, wie man sich einrichten will und überhaupt. Grundsätzlich gilt, dass jemand, der nicht gerade super betucht nach Israel kommt, sich gewaltig einschränken muss, denn die Lebenshaltungskosten liegen höher als in Deutschland.
Dann gab es eine Frage nach den israelischen Krankenkassen. Diesbezüglich kann man sich auf den Websites der Kassen Leumit, Clalit, Meuhedet und Maccabi informieren. Bitte beachten, dass die meisten Angebote lediglich für israelische Staatsbürger gelten und nicht für Touristen. Es gibt spezielle Touristen – Krankenkassen. Auch bei den regulären Krankenkassen, doch deren Angebote sind eingeschränkt. Wer Tourist ist, der sollte lieber nach Deutschland zurückfliegen und sich dort behandeln lassen.
Darüber hinaus habe ich weitere Leserfragen erhalten, die ich in Videos / Podcasts beantworten will. Unter anderem zum sephardischen Judentum und zum Alltag in Israel.
Was das Essen gerade jetzt im Winter betrifft: Man ißt viele Suppen. Tomaten – Linsen – oder andere Suppen. Hühnersuppe oder mein Favorit: Tomatensuppe mit Reis, Sellerie und Dill. Dazu nehme ich pures Tomatenmark ohne Zuckerzusatz. Das kann man auch hier in jedem Supermarkt kaufen. 🙂

2 Kommentare

  1. Susann sagt:

    Liebe Miriam,
    wollte Dir wie immer alles Gute für die Besprechung mit den Ärzten wünschen – hoffentlich bekommst Du wesentlich positivere Ergebnisse, als Du befürchtest! Ich schicke viel Kraft und Energie!
    Herzlichst,
    Susann

    • Miriam Woelke sagt:

      B“H

      Hallo Susann, dass kann schon gut sein, denn ich habe vorhin einmal nachgerechnet: Vor circa drei Wochen habe ich mit den Tabletten gegen das Blasenproblem angefangen und dann begannen auch die Bauchschmerzen. Kann sein, dass die Schmerzen nur eine Nebenwirkung der Medikamente sind, aber warten wir mal ab … 🙂

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