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Israelische Touristen nerven in Jerusalem

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Es ist mehr als bekannt, dass israelische Touristen im Ausland nicht unbedingt beliebt sind. Sie sind laut, müllen vieles zu und behandeln gerade Asiaten in deren Ländern nicht immer allzu freundlich. Man meint, mit den Leuten sprechen zu können wie daheim in Israel und jegliche Forderungen zu stellen.
Wie wir seit Jahren in Jerusalem merken, stimmt dieses Vorurteil und unsere Stadt wird von älteren israelischen Touristen geradezu genervt. Insbesondere diverse Stadtteile, in denen die Besucherherrschaften meinen, alles gehöre grundsätzlich ihnen und es gäbe keine Limits.
Wenn ich ältere Besucher sage, so meine ich Leute über 45 Jahre bis hin zu Rentnern. Jene Sorte von Israelis, die von sich selber meint, kulturell gebildet zu sein. Säkular und meistens aus dem Norden oder Süden des Landes.
Seit einigen Jahren schon hängen Unmengen von Schildern im Jerusalemer Stadtteil Nachlaot. Direkt gegenüber vom Machane Yehudah Markt. Dabei handelt es sich um Schilder, die Besucher bitten, ruhig zu sein, nicht alles vollzumüllen und nicht in Häusereingängen zu stehen und sich lautstark unterhalten. Eine Freundin von mir, die in Nachlaot wohnt, wird von Besuchern auf der Straße angemacht, ob die denn nicht in ihr Haus können, um da die Toilette zu benutzen. Nicht ein oder zwei israelische Touristen fragen, sondern gleich eine ganze Gruppe samt Tour Guide mit 20 Leutchen. „Ja, man müsse jetzt mal!“
Die Bewohner von Nachlaot haben bis oben hin die Schnauze voll von israelischen Touristengruppen, denn nicht nur tagsüber zockeln die durch den kleinen gemütlichen Stadtteil, sondern auch spätabends. Hauseingänge finden sich voller Fäkalien wieder und Tour Guides brüllen in Mikrofone.
Aber nicht nur Nachlaot leidet unter israelischen Touristen. Bei uns in Abu Tur bieten auch immer mehr Tour Guides ihre Dienste an und so kommen die Touristen am Schabbat zu uns. Wenn ich höre, was die Guides so von sich geben, stehen mir meine letzten auf dem Kopf verbliebenen Haare zu Berge. Grausam und die Guides haben meistens keine Ahnung.
Samt ihrer Gruppe kommen die Tour Guides auf Privatgelände, wie am letzten Schabbat als 20 Personen auf dem Hof gegenüber herumphotographierten, sich im Treppenhaus zu schaffen machten und bei jemandem vor der Tür standen. Vom Treppenhaus aus könne man die Gegend besser photographieren. Im Hof selbst hatten die Bewohner in der Woche zuvor einen neuen Garten frisch angelegt, der von den Touristen gnadenlos niedergetrampelt wurde. Man hockte sich auf die großen Blumentöpfe und wollte ausruhen. Niemand fragte den Tour Guide, warum man jetzt durch ein privates Treppenhaus geführt werde und ob das die Bewohner da nicht störe. Die Bewohner des Hauses befanden sich offenbar beim Mittagessen oder außer Haus und schimpften erst später über den zertrampelten Garten, dessen Aufbereitung wieder Geld kostet.
Hätte sich der Tour Guide ausgekannt, so hätte er gewusst, dass nur wenige Meter weiter eine Aussichtsplattform ist, von der jeder photographieren kann. Bänke zum Ausruhen sich ebenfalls vorhanden. Abends sollte man den Ort meiden, denn dann hängen palästinensische Jugendliche dort ab, doch tagsüber ist es sicher.
Und dann wundern sich Israelis, wenn sie aus dem ultra – orthodoxen Mea Shearim geschmissen werden. Selbst in Gegenden wie Nachlaot sind sie mittlerweile unerwünscht.
Tel Aviv hat dasselbe Problem um die bekannte Shenkin Street. Und das schon jahrelang. Auch dort gehen israelische Touristen in privates Eigentum. Vor allem, wenn gerade kein Klo aufzutreiben ist. 
Nicht alle Israelis benehmen sich so, doch eine gewisse Kategorie von Menschen, die da so unheimlich auf kulturell und gebildet machen. Meistens die typischen Benny Gantz – Wähler oder halt Linke. 

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