Leben in Jerusalem

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In Israel werden Nummern gezogen

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Egal, wo man hinkommt. Ob auf die Post, aufs Amt, auf die Bank, in die Apotheke oder zur Tagesbehandlung im Krankenhaus – überall wird zuerst eine Nummer gezogen bzw. vergeben. Wobei die Rezeption (Dalpak) der jeweiligen Krankenhausabteilung die Nummer vergibt und man selber nichts zieht. 🙂
Trotz Nummer gibt es in Israel teilweise immer noch Zoff, denn manche Leute meinen, keine Nummer ziehen zu müssen, denn sie haben ja nur eine ganz kurze Frage. Eine Frage, die sich hinterher als Dauerzustand entpuppt und seit heute lasse ich definitiv niemanden mehr vor. Zu oft wird das ausgenutzt und ein Typ und ich mussten heute eine etwas gestörte Frau geradezu „anbinden“, damit sie uns nicht unsere gebuchten Termine beim Hausarzt wegnimmt. Häufig kommen Leute ohne einen Termin im Voraus gebucht zu haben, hocken sich hin und dann stürmen sie einfach ins Behandlungszimmer. Kurz gesagt, es war Halligalli am frühen Morgen und der Hausarzt meinte zu mir, da sehe ich mal, wie es zugeht. 🙂
Dabei war ich nur kurz gekommen, um ihm den aktuellen CT Befund zu zeigen und bezüglich des Blasenproblems sagte er mir, dass ich keine Infektionssymptome zeige, denn ich habe ja kein Fieber. Das Schlimmste also, was der Urologe im Krankenhaus machen kann, sei eine Endoskopie. Na super! Wieder Katheter und ich hoffe immer noch, dass es nicht so schlimm wird. 🙂
Nach dem Hausarzt bei der Krankenkasse bin ich zwei Stockwerke tiefer in die Verwaltung, um eine Kostenübernahme für die Krankenhaus – Urologie am Mittwoch zu beantragen. Und dann nochmal zwei Stockwerke tiefer in die Apotheke. In der Verwaltung sowie in der Apotheke musste ich jeweils eine Nummer ziehen.
Ich muss sagen, dass das mit den kostenlosen Krebsmedikamenten reibungslos klappt und der Hausarzt verschrieb gleich nochmal neu bis November. Dauert die Chemotherapie länger, kann ich erneut verlängern.
Krebspatienten erhalten in Israel ihre Medikamente kostenlos, wenn diese denn Bestandteil des staatlichen Sal HaTrufot (Medikamentenkorbes) sind. Normalerweise muss jeder Kranke bei Medikamenten einen Batzen draufzahlen und so manche Familie überlegt sich da schon, ob dieses oder jenes Medikament wirklich notwendig ist bzw. man aus Kostengründen lieber verzichtet.
Ich bekomme die Medikamente Zofran und Pramin gegen die Chemotherapie – Nebenwirkungen kostenlos, aber bis dahin war es ein Verwaltungsweg. So einfach geht das nun auch wieder nicht, denn die Zentrale der Krankenkasse musste erst alles genehmigen. Nichts geht so einfach in Israel. 🙂

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