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Wahlen 2019 in Israel

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Wahlzettel in Israel – Copyright: Miriam Woelke

 

Jeder Wahlzettel in der Wahlkabine repräsentiert eine Partei. Der Wähler nimmt einen Zettel und steckt diesen in einen Briefumschlag und dann alles in die Wahlurne. So wird in Israel gewählt. Anhand der Zettel und nicht anhand des Ankreuzens auf einer Wahlliste wie in Deutschland.

 

 

B“H
Eigentlich sollte ich viel mehr zu den Knesset – Wahlen am 9. April schreiben, aber irgendwie fehlt die Lust. Die linken Parteien einschließlich Ya’ir Lapids „Yesh Atid“ Partei haben sich zusammengeschlossen. Jedem geht es nur um die Macht und genau das nervt. Egal, ob links oder rechts.
Wer auch immer die Wahlen gewinnen wird, ändern tut sich nichts. Alle Politiker labern vom arabischen Terror und dem Iran, aber kein einziger kümmert sich um soziale Belange. Mietwucher, Wohnungsnot, Armut im Land, Arbeitslosigkeit, hohe Lebenshaltungskosten oder das marode Gesundheitssystem. Weder Lapid noch Benny Gantz haben davon eine Ahnung, denn sie kümmern sich nicht um den Otto Normalverbraucher in der Provinz. Dafür umso mehr um säkulare Israelis in der Region Tel Aviv, Kfar Saba, Hod Hasharon, Herzliya oder Ra’anana. Von der Wirtschaft haben beide ebenso wenig Ahnung, was Ya’ir Lapid offen zugibt.
Netanyahu kennt sich mit der Wirtschaft bestens aus und er hat in seinen Amtsperioden viel Positives bewirkt, was leider wenig Erwähnung findet. Dass er jetzt zu einer Anhörung muss, da er der Bestechlichkeit beschuldigt wird … naja. Dass vor den Wahlen zu verkünden, ist mehr als suspekt. Noch dazu wo dies bereits mehreren Politiker passierte und die offizielle Ankündigung, wie im Fall Zipi Livni, bis nach den Wahlen verschoben wurde.
Ob Netanyahu nun ein oder zwei Zigarren von irgendeinem Typen annahm … oder ob er eine Zeitung propagandierte … was hinterher die gesamte Knesset eh beschloss … darüber kann man streiten. Vielen Leuten geht Netanyahu nach all den Jahren im Amt nur noch auf den Geist, Man will neue Gesichter sehen, aber ob die linken Gantz und Lapid dafür geeignet sind? Israel muss aufpassen, nicht so zu enden wie Deutschland. Mit all den linksradikalen Ideologien und am Ende noch mit 90,000 aus ihren Häusern geschmissenen Siedlern wie Lapid und Gantz es ankündigen. Israel soll kleiner werden und die palästinensische Autonomie größer. Massive Landabgaben Samarias (Shomron) sind bei der Linken in Planung.
Netanyahu hat zwei Fehler gemacht: Er hat von Milliardär Arnon Milchan Zigarren angenommen. Lapid, Livni, Ehud Olmert, Ehud Barak und viele viele andere Politiker nahmen Geld von Milchan. Aber das wird in unserer linksgerichteten Presse nicht berichtet. Um als Premier zu bestehen, darf noch nicht einmal ein Glas Sekt angenommen werden.
Der zweite Fehler Netanyahus war es, nicht bei seiner ersten Frau zu bleiben, sondern sich seiner jetzigen und dritten Gattin Sarah zu unterwerfen. Ohne Sarah würde er besser dastehen, aber das geht nun nicht mehr. Sie klebt an ihm wie Kleister und er ist vertraglich an sie gebunden. Allein das ist schon Strafe genug.
Was wissen wir von Benny Gantz? Ein Bankrotteur, der mit einer eigenen Firma in die Insolvenz ging. Ya’ir Lapid steckte vor ein paar Jahren sein Gesicht zwischen den Busen einer Frau. Ich weiß, ehrlich gesagt nicht, wer da schlimmer ist.
Sollte die Linke gewinnen, heißen die wahren Sieger Abu Mazen (Fatach) und Ismail Haniya (Hamas), denn die werden sich totlachen.
Wen ich wähle?
Ich schwanke zwischen Likud und Otzma Yehudit.
https://www.facebook.com/JewishStrength/
Nein, Otzma ist kein Haufen rechter Terroristen, sondern eine jahrelang bestehende Partei mit jüdisch – konservativen Werten, welche leider immer mehr verlorengehen. Vor ein paar Jahren habe ich bereits schon einmal Otzma gewählt. Damals verpassten sie den Knesset – Einzug nur knapp, aber diesmal haben sie eine gute Chance, denn sie verbündeten sich mit dem Bayit Yehudi.
Alle anderen Parteien unterscheiden sich in ihren Inhalten wenig und es geht den Vorsitzenden lediglich um Macht. Otto Normalverbraucher ist egal. Nur die Macht, die Kohle und ein Dienstwagen sind wichtig. Weder Moshe Kachlon noch Ya’ir Lapid lassen Vorstandswahlen in ihren eigenen Parteien zu. Sie sind kleine Diktatoren, die automatisch Vorsitzende bleiben. Bei anderen Parteien wie dem Likud oder der Arbeiterpartei werden die Vorsitzenden von der Mitgliederschaft gewählt. Allein diese kleinen Partei – Diktaturen sind schon ekelhaft.
In Jerusalem werden Bibi und der Likud haushoch gewinnen und generell finden viele Israelis die Hetze gegen Netanyahu einfach nur widerlich. Alle Politiker haben Dreck am Stecken und dann soll man alle anderen gefälligst auch drankriegen.
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