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Aktuelle Wahlumfrage in Israel 2019

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Wahlzettel in der Wahlkabine in Israel. Jeder Zettel repräsentiert eine Partei. Copyright: Miriam Woelke

 

Man soll ja nichts auf Umfragen geben, aber Tatsache ist, dass der Likud unter Bibi Netanyahu führt:
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/257378
Das einzig Nervige sind all die kleinen neugegründeten Parteien, welche in einer etwaigen Koalition stets den Premier erpressen. Jeder kleine unbedeutende Armeegeneral oder jemand in einer ehemaligen Führungsposition meint, seine eigene Partei haben zu müssen. Ein absoluter Schwachsinn hierzulande.
Avi Gabbai, der Vorsitzende der Arbeiterpartei, trennte sich mit großem Tamtam vom Koalitionspartner Zipi Livni und beide beschimpften sich wie wild. Die Arbeiterpartei wird genauso in der Versenkung verschwinden wie die SPD in Deutschland. Dabei ist Gabbai der festen Überzeugung, er werde der nächste Premierminister. 🙂
In den deutschen Medien wird über Netanyahu berichtet als sei er hier das größte Übel und Leserkommentare sagen, dass Netanyahu nicht gut für sein Land sei.
Woher wollen Deutsche das eigentlich wissen? Kennen sie sich so toll mit der hiesigen Innenpolitik und der gesamten Politlandschaft aus?
Ich bin kein Netanyahu – Fan, obwohl ich den Likud wähle, doch eines muss ich sagen: Die hiesigen Medien sind genauso links – versifft wie jene in Deutschland und vieles, was gegen Netanyahu verwendet wird, wird aufgebauscht, weil es sich um Netanyahu handelt. Linke Politiker und Medienliebling Ya’ir Lapid haben nicht weniger Dreck am Stecken, nur darüber wird bequemerweise geschwiegen.
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13 Kommentare

  1. Uschi sagt:

    Also, meine liebe Miriam, nun laß mal die Kirche im Dorf.
    Ich bin prinzipiell gegen eine Kandidatur eines Politikers, gegen den Ermittlungen wegen Bestechlichkeit im Amt ermittelt wird. M.E. hätte Netanyahu sein Amt bis zum Abschluß der polizeilichen Ermittlungen ruhen lassen müssen. Netanyahu wird sicher nicht zu unrecht vor Gericht stehen. Ich hoffe, daß noch vor den Aprilwahlen der Generalstaatsanwaltschaft das Verfahren eröffnet. Netanyahus letzter Auftritt im Fernsehen war ja eine Farce. Der Mann hat überhaupt kein rechtsverständnis – ansonsten hätte er seine Forderung nach einem vorherigen Gespräch mit den Zeugen in seiner Strafsache gar nicht verlauten lassen. Er hat keinerlei Rechtsbewußtsein – I’m the king of Israel – Wer kommt an meine Herrlichkeit heran…… Für mich steht er in einer Linie mit anderen „Möchtegernautokraten“. Wenn Israel so einen Politiker wieder zu seinem Regierungschef wählt, dann hat es auch keine bessere Regierung verdient. Die Korruption in Israel wird weiter und intensiver blühen als je zuvor. Gratulation. Und das hat nichts mit einer wie Du meinst „links- versifften“ Medienlandschaft wie in Deutschland zu tun – sondern vor allem mit Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit – Tugenden, die aber in der heutigen Zeit verpönt zu sein scheinen.

    • Miriam Woelke sagt:

      B“H

      Mit Kirchen habe ich nichts zu tun!

      Welcher Politiker hat denn keinen Dreck am Stecken?
      Seit der Staatsgruendung gab es immer Korruption. Das ist beileibe nichts Neues.

      Wenn man die Medienwelt in Israel in den letzten Jahrzehnten verfolgt hat, weiss man, was laeuft.

  2. Uschi sagt:

    Miriam, tut mir Leid – meine Einstellung zu Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Glaubwürdigkeit und all den Tugenden sind nicht kirchlich gebunden. Sie sollten ein menschliches Zusammenleben bestimmen und regeln. Das die Erziehung dazu mittlerweile überall schwindet, erschreckt mich. Wie hält’s Du es dann als orthodoxe Jüdin mit den 10 Geboten, die Gott uns allen gegeben hat ? Sind die für Dich auch nur Schall und Rauch? Oder gelten die nicht auch oder im besonderen für Führungskräfte? Sollten die nicht Vorbilder sein ? Wer das negiert – der kann m.E. gleich wieder mit der Keule losziehen. Bei dem gilt bald wieder das Faustrecht. Es es mehr als traurig und erschreckend, daß hier in Israel die Korruption solch kräftige Blüten treibt. Gerade aus dem Grund sollte man sich mit aller Kraft gegen korrupte Politiker stellen. Es kann nicht sein, daß die Gesellschaft dieses Verhalten toleriert und nur müde die Schultern zuckt mit der Bemerkung, war ja schon immer so. Du gehst für Deinen Lebensunterhalt arbeiten. Warum machst Du das? Du kannst Dich ja auch einfach bei anderen bedienen – machen doch alle so – ist doch i.O. – oder ? Denk mal drüber nach….

    • Miriam Woelke sagt:

      B“H

      Von der Korruption ist doch nicht nur Netanyahu betroffen, sondern die meisten Knesset – Abgeordneten gehoeren dazu. Und wie Netanyahu selber richtigerweise vorgestern sagte: Wenn er zu Noni Moses gehe, flippen die Medien aus. Wenn Ya’ir Lapid dorthin geht, interessiert das niemanden. Und Lapid geht hin. Genauso wie er fuer Arnon Milchan gearbeitet hat und Kohle einsackte.
      Lapid ist aber nur eines von vielen Beispielen.

      Um allem auf den Grund zu gehen, muss man die Zusammenhaenge in der Polit – Protektia verstehen. Und die habe ich gerade erst kennen gelernt, denn ich arbeite nebenbei fuer jemanden, der mit Bibi arbeitete. Und derjenige wendet Lobbyisten – Methoden an und erklaerte mir neulich erst, wie das zu verstehen sei. Denn das ist Teil meiner Arbeit. Es geht um Ministerien und die Zusammenhaenge und wenn man das mitbekommt, dann fallen einem die Augen raus. 🙂

      Aber das ist nicht neu und es wird sich auch nichts aendern. Egal, wer an der Macht ist.

      P.S. G – tt gab die 10 Gebote an die Juden. Nichtjuden richten sich nach den 10 Noachidischen Gesetzen.

  3. Uschi sagt:

    Liebe Miriam, genau so viel Zeit muß sein, um einer Säkularen zu erklären, wem die 10 Gebote gehören. Nur leider richten sich anscheinend nicht alle Juden danach. Selbst wenn ich Christ wäre, würden die 10 Gebote auch für mich gelten. Das neue Testament baut nun mal auf den 5 Bücher Moses (alten Testament) auf – die sind also dessen Grundlage. Ohne Judentum, kein Christentum.
    Ich glaube Dir sogar, daß Du geschockt warst, als man Dir erklärte wie Politik funktioniert – welches Macht- und Einflußgescharre vonstatten geht. Intrigen, Erpressungen gehören zum guten Ton. Nur wird es durch unser wegschauen nicht besser. Wenn wir aber schon das Wissen haben, sollten wir alle daraus aber die Konsequenzen ziehen und die, die wir wählen wollen und sollen genau unter die Lupe nehmen. Und wer korrupt ist, der sollte auch vor Gericht gestellt und verurteilt werden. Die Zeugen werden vor Gericht gehört und da haben auch die Verteidiger des Angeklagten Möglichkeiten der Befragung. Das Gericht wird das Urteil sprechen. So läuft es in einem Rechtsstaat!
    Ich faß es aber einfach nicht, daß Du das alles tolerierst. Machen ja alle Politiker, was soll’s. Miriam, der Fisch beginnt immer am Kopf an zu stinken. Und, na klar machen das alle, wenn keine Grenzen und Konsequenzen gezogen werden.
    Beginnen wir doch endlich mal gegen den großen Misthaufen anzustinken. Ein Versuch ist es wert.
    Ich glaube aber, daß ich da bei Dir gegen Windmühlen rede. Laß Dich weiter von korrupten Leuten regieren oder besser mach mit – dann fällt‘s weniger auf. Machen ja alle so – merkt ja keiner. Viel Spaß dabei !!!!!!

    • Miriam Woelke sagt:

      B“H

      Fuer Nichtjuden gelten nun einmal die Zehn Noachidischen Gesetze, wobei in denen ebenso Mord, Diebstahl oder Goetzendienst verboten sind. Das NT baut nicht unbedingt auf dem Judentum auf, sondern Thora und Propheten wurden so zurechtgebogen und veraendert, dass daraus eine neue Religion entstand.

      Bei meiner vorherigen Beschreibung ging es nicht um Erpressungen oder Intrigen, sondern um ganz gewoehnliche Lobby – Arbeit, die auf der ganzen Welt umgeht. Nicht nur in Israel. Aber in dieser Lobbyisten – Welt herrschen andere Spielregeln und diese Regeln sind einem Normalbuerger fremd. Davon schreiben auch die Medien nichts.

      Wenn Du diese Regeln kennst und ein wenig verstehst, wie Politik funktioniert, dann konzentriere ich mich lieber auf mein eigenes Leben. Ich habe vor 17 Jahren einmal versucht zu intervenieren und hier in Israel ist der Schuss nach hinten losgegangen. Jeder kennt jeden und keiner hackt dem anderen ein Auge aus. In der Knesset sind oeffentlich befeindete Politiker beste Kumpels. Man muss immer vorsichtig sein, denn man kennt die internen Verbindungen nicht. Und das betrifft die Konservativen genauso wie die Liberalen und Roten.

      Das bedeutet nicht, dass ich dem zustimme und ich persoenlich koennte mit den meisten Politiker nicht persoenlich befreundet sein. Nicht, weil sie Politiker sind, sondern weil sie einfach privat nicht mein Fall sind. Das betrifft rechts und links. Und lass Dir sagen, dass Haaretz – Journalisten sich hintenrum genauso mit Netanyahu – Kreisen vollschleimen.

      Ich jedenfalls kenne hier keine einzige Partei, die nicht korrupt ist. Auch die Araber sind korrupt. Und selbst, wenn ich viel Geld verdienen koennte, im Buero des Premiers (Lischka) wuerde ich fuer nicht arbeiten wollen. Egal, wer Premier ist.

  4. Uschi sagt:

    Unser Dialog war richtig gut bei dem Sauwetter hier in Jerusalem – regnet heute so vor sich hin. Da kommt wenigstens der Kreislauf in Schwung und wärmt einen von innen.

  5. Miriam Woelke sagt:

    B“H

    Wie das Ausland auf die Wahlen in Israel Einfluss nehmen will:

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/257398

  6. Uschi sagt:

    Ich glaube nicht unbedingt an eine Einflußnahme von außen – möglich ist es aber natürlich. Haecker der Geheimdienste, egal von wem, kommen überall rein, wenn sie wollen und sollen. Das Problem ist die Nachweisführung, daß sie es tatsächlich getan haben. Ob es dann auch an die Öffentlichkeit gelangt, bezweifle ich ganz stark. Ob sie aber direkten Einfluß auf das Wahlergebnis nehmen ……? Auf der anderen Seite schreit ein jeder, dem das Wahlergebnis nicht gefällt – gefälscht, gefälscht, die Russen oder oder oder haben die Wahlen gefälscht und beeinflußt.

    • Miriam Woelke sagt:

      B“H

      Hier in Israel wird bei den Wahlen fast alles manuell gemacht, obwohl man mittlerweile daran denkt, die Online – Wahl einzufuehren. Was mir mehr Sorge bereitet, sind all die kleinen Parteien, die echt keiner braucht. Und Benny Gantz spekuliert sogar auf 12 Sitze.

  7. Uschi sagt:

    Na, vielleicht bekommt der die sogar – er sagt ja bisher nix. Mit den Kleinstpartein hast Du recht. Wie heißt es aber: Frag 5 Juden und du bekommst 7 Antworten und dann zanken sie sich immer noch.

  8. Miriam Woelke sagt:

    B“H

    All diese Ex – Generaele, die ihre eigenen Parteien gruenden und dann auch noch eine weitere Militaer – Tussi, die sich zu Ya’ir Lapid gesellte, erwecken den Anschein als wolle in Israel eine Militaer – Junta regieren.

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