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Eiseskälte & Wasserleitungen

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B“H
Bis Donnerstag bleibt es in Jerusalem eiskalt. Es weht ein eisiger Wind trotz Sonnenschein und wir haben gerade einmal 6 Grad Celsius. Erst am Donnerstag erwärmt es sich wieder auf 11 Grad.
Gestern hatte unser Mehrparteienhaus kein Wasser. Kurz vor 7.00 Uhr morgens wurde es abgestellt und nachmittags rief ich die Wasserwerke Gichon an, um nachfragen, ob irgendwo im Stadtteil am Wasser gefuchtelt wird. Die meinten, es sei alles in Ordnung und ich solle doch mal unseren Wasserzähler kontrollieren. Vielleicht hat da jemand manipuliert.
Durch den Arbeiter, der gerade bei der Vermieterin eine neue Dusche einbaut, erfuhr ich, dass unsere Wasseruhr weiter unten in der Nebenstraße ist und da diese Straße von Palästinensern aus dem unteren Teil des Stadtteiles extrem frequentiert wird, kann es sein, dass die an den Wasseruhren herumgefuchtelt haben.
Dazu muss man sagen, dass in Israel Wasseruhren, Stromleitungen, Wasserleitungen oder Gasbehälter meist frei zugänglich sind. Außerhalb der Häuser und teilweise an den Straßen. Deutsche Behörden täten da die Krise kriegen, aber in Israel funktioniert es. 🙂

 

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Gesehen in Tel Aviv – Copyright: Miriam Woelke

 

Der Arbeiter und ich machten uns auf in die Nebenstraße, wo zwei Araber an der Wasseruhr des Hauses hantierten. Arabische Arbeiter, die ein kaputtes Teil auswechseln sollten. Morgens bauten sie es aus und erst abends kamen sie mit dem neuen Ersatzteil zurück. So war das ganze Haus den gesamten Tag über ohne Wasser und jetzt am Abend kamen alle Bewohner heim und wollten kochen und duschen.
Die Araber hantierten und fuhren auf und davon. Danach hatte nur eine Partei Wasser und wir anderen nicht. Es wurde massig mit der Frau, welche auch als eine Art Hausmeisterdienst fungiert, diskutiert und die rief die Araber ein paar Mal an, die da meinten, wir müssen halt abwarten. Vielleicht habe sich zuviel Luft in den Leitungen angesammelt und die müsse erst einmal entweichen.
Kurz gesagt, es gab ein Riesenchaos, denn die Leute waren sauer und nach mehr als einer Stunde lief dann das Wasser. Was genau die Hausmeistertussi gemacht hatte und ob sie die Araber zurückbeorderte, wissen wir nicht. Jedenfalls lief das Wasser wieder. Vorerst, denn die Rohre am Wasserzähler sollen nach 500 Jahren jetzt ausgetauscht werden. 🙂
Das war also gestern unsere Feierabend – Show draußen bei Sturm und Eiseskälte: An der Wasseruhr zu diskutieren.
Neues Thema:
Nach ewigen Zeiten habe ich mich wieder auf Facebook angemeldet, denn ich bin einer bestimmten geschlossenen Cancer Group beigetreten. Wer chronisch krank ist, der kann auf Facebook geschlossenen Krankheitsgruppen beitreten und so jede Menge Gleichgesinnte und hilfreiche Infos finden.
In meiner Gruppe kennen sich die Kranken aus und diskutieren alle möglichen Chemotherapien, Metastasen und einfach alles. Und sie kennen alle Ärzte und sonstige Spezialisten. Derlei Gruppen kann ich nur weiterempfehlen!
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