Leben in Jerusalem

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Krawalle am Tempelberg, Terrorist ermordet Menschen in Siedlung und der Tisha be’Av steht an

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Dass vor den Eingängen zum Tempelberg auf muslimischer Seite keinerlei Metalldetektoren vorhanden sind, wusste ich bislang nicht. Moslems benutzen vom muslimischen Altstadtteil aus weitgehend ihre eigenen Eingänge zum Tempelberg und das bis jetzt ohne Security Check. Im kompletten Gegensatz zu den vier Eingängen zur Klagemauer, denn hier muss jeder Tourist, Einheimischer (auch Palästinenser) durch den Security Check inklusive Metalldetektoren. Und Taschen werden vom Sicherheitsdienst ebenso kontrolliert. Kein Mensch regt sich darüber auf und diese Checks bestehen bereits mehrere Jahrzehnte.
Seit dem letzten palästinensischen Attentat auf dem Tempelberg, zogen die Metalldetektoren auch vor dessen Eingängen ein und schon drehen die Palästinenser durch. Man könne so nicht beten oder Allah erlaube das nicht. Sowas kriegen wir dann zu hören. Wer jedoch als Moslem nach Mekka will, muss saudische Metalldetektoren durchlaufen und da regen sich komischerweise weder Moslems noch Allah auf.
Die britische Journalistin Melanie Phillips verfasste zu den Vorgängen einen lesenswerten Artikel:
http://www.melaniephillips.com/day-deranged-inversion/
Die derzeitigen palästinensischen Krawalle wurden dann auch gleich zum Anlass genommen, in einer israelischen Siedlung mehrere Menschen brutal abzuschlachten:
http://www.timesofisrael.com/three-hurt-one-critically-in-suspected-stabbing-attack-in-west-bank/
In circa zehn Tagen begeht die jüdische Welt Tisha be’Av (den 9. Tag im jüdischen Monat Av). Ein Trauertag, an dem 25 Stunden lang gefastet wird. Ursprünglich geht es an dem Tag um die Zerstörung beider jüdischer Tempel in Jerusalem. Der Erste durch die Babylonier und der Zweite wurde von den Römern ausgebrannt.
Seit Jahrzehnten ist es in Jerusalem zur Tradition geworden, am Abend des Tisha be’Av (in diesem Jahr am Abend des 31. Juli) um die Stadtmauer bis hin zur Klagemauer zu gehen. Mindestens Tausend Menschen werden daran teilnehmen und die deutschen Medien betiteln dieses Event sicher als „zionistisch – rechtsradikal“. Manchmal nahm ich daran teil, manchmal nicht. Ob ich am 31. Juli mitgehe, kann ich noch nicht sagen, denn ich muss bis zum späten Nachmittag arbeiten und dann sehen, wie platt ich ggf. bin. 🙂
Normalerweise führt die Route am Damaskustor in Ostjerusalem vorbei, doch ich habe soweit meine Zweifel, ob das in diesem Jahr der Fall sein wird. Eben aufgrund der palästinensischen Krawalle in der Gegend. Vor ein paar Jahren war es schon einmal der Fall gewesen, dass die Polizei die Route änderte.
http://womeningreen.org/connecting-to-jerusalem-brothers-and-sisters-walking-together-on-tisha-beav/
An Tisha be’Av 2013 empfingen uns die Palästinenser am Damaskustor mit „Allah Akbar“ Rufen. Ein arabisch sprechender Jude antworte ihnen lautstark.

 

 

In jedem Jahr wird das Event von einem starken Sicherheitsaufgebot beschützt und für viele Juden (mich eingeschlossen) ist es die einzige Möglichkeit am Damaskustor oder am nahegelegenen Löwentor (ebenfalls Ostjerusalem) vorbeizugehen und nicht einem Anschlag zum Opfer zu fallen. Palästinenser hingegen können sich in ganz Jerusalem ungehindert aufhalten.
Seit einigen Tagen sehen wir auch in unserem Stadtteil vermehrt Polizei und Armee. Keiner weiß, ob hier in Abu Tur auch wieder palästinensische Randale zu erwarten ist.
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