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Jerusalem kurz vor dem Feiertag

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B“H
Fast eine Woche lang machte ich mich auf meinen Blogs rar. Viel Online – Lust hatte ich nicht und so nahm ich nach Feierabend lieber ein Buch zur Hand und machte mich auf meinem Balkon breit.
Diese Woche ist eine kurze Arbeitswoche, denn heute ist nur ein „halber“ Tag und morgen haben wir Feiertag! Gegen Abend schließen heute die Geschäfte und Busse stellen bis morgen Abend (circa 21.00 Uhr) den Betrieb ein.
Der hohe jüdische Feiertag SCHAVUOT beginnt heute Abend gegen 19.00 Uhr. Wer mehr Infos dazu sucht:
https://hamantaschen.wordpress.com/category/schavuot/
28 Grad Celsius in Jerusalem heute und ich mache mich jetzt noch daran, die Wohnung zu putzen. Heute und morgen nicht zur Arbeit zu müssen, gibt einem zumindest heute die Gelegenheit zum Einkauf sowie zur Vorbereitung auf den Feiertag. Erst am Donnerstag müssen wir wieder arbeiten. 🙂
Nach dem Trump – Besuch in der vergangenen Woche ist nicht mehr viel passiert. Besagter Parkplatz, wo Trumps Helikopter landete, wurde in den vorherigen Zustand zurückrenoviert. Neue Bäume aber wurden noch nicht gepflanzt, nach dem die alter aus Sicherheitsgründen einfach abgehackt worden waren. Erst den Parkplatz fast ummähen und dann alles wieder aufbauen – so eine Steuerverschwendung.
Viele Jerusalemer Geschäftsinhaber hatten an zwei Tagen keinerlei Einkünfte, denn die Straßen waren weitläufig abgesperrt. Mein Friseur musste ganz zumachen, denn sein Geschäft liegt dort, wo Trump die Straße rauf und runterfuhr. Entschädigt wird niemand und so muss halt jeder allein sehen, wo er bleibt.
Dass Trump Frieden bringt, daran glaubt niemand. In meinem Stadtteil schreien die Palästinenser nach ihrem Ramadan – Mahl am Abend stundenlang durch die Straßen. Letzten Freitagabend war es ganz schlimm und ich schlief erst gegen Morgen ein. In der Beziehung gibt es also nichts Neues.
Gestern war ich beim Rami Levi Discounter im Stadtteil Talpiyot einkaufen. Feiertagsmässig und so. Immer wieder wird hier auf dem Blog nachgelesen, wie teuer die Lebensmittel in Israel sind und wo man den günstig einkaufen kann. Nun, bei „Rami Levi“ oder „Osher Ad“ kann man das in zahlreichen Städten, wobei die Lebensmittel dort immer noch wesentlich teurer sind als was Ihr in Deutschland gewohnt seid. Israel ist nun einmal sauteuer und die Einkommen nicht besonders hoch.
Da an Schavuot weitgehend Milchspeisen verzehrt werden, gab es beim Discounter massig Lasagne – Angebote. Alle Zutaten noch und nöcher und das gibt es dann auch bei mir zum morgen Mittag: Selbstgemachte Lasagne. Im Restaurant zahlt man sich dumm und dämlich für ein Ministück Lasagne. Daheim kochen ist da billiger und es schmeckt besser.
Vor Feiertagen kaufen die Leute, was das Zeug hält und die Leute keifen vor den Kassen in ihren Warteschlangen. Der Lieblingssport vieler Israelis ist es, den Einkaufswagen schon mal in die Schlange einzureihen und dann erst allmählich mit Produkten zu füllen. Da steht ein Wagen mitten im Weg und weit und breit sieht man keinen Menschen. Ab und zu taucht dann jemand auf und legt neue Utensilien in den Einkaufswagen, nur um dann wieder zu verschwinden und noch mehr heranzukarren. Jedenfalls war ich froh, Rami Levi überlebt zu haben und mit meinem Wägelchen heimzurollen. Jetzt kann der Feiertag kommen!
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