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Die AfD samt Anhänger geben sich pro – Israel, doch lehnen das Judentum ab

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B“H
Was mir besonders auf Twitter immer wieder bewusst wird: Die AfD samt Anhängerschaft loben Israel geradezu in den Himmel, doch wenn es um die jüdische Religion geht, so wird diese als weltfremd und idiotisch abgetan. Wie schrieb mir auf Twitter irgendeine Tussi gestern: KRANK seien die jüdischen Thoragesetze. Die Dame wurde von mir gesperrt, denn sie selbst bezeichnet sich als Nazi, AfD und wer weiß noch alles. Ob das nun wörtlich zu verstehen oder doch sarkastisch gemeint ist, ist mir dabei sowas von egal.
Teilweise kann ich die AfD verstehen, dennoch war sie mir unter Bernd Lucke wesentlich lieber. Mit Frauke Petry kann ich nichts anfangen. AfD – nahe Sites loben Israel und dessen Politik „gegen“ Palästinenser. Dabei werden Dinge behauptet, die nicht der israelischen Realität entsprechen. Tatsache ist, dass nicht alle Palästinenser automatisch Terroristen sind und viele von ihnen total in die israelische Arbeitswelt integriert sind. Es gibt palästinensische Richter, Ärzte, Staatsangestellte und was nicht alles. Im Alltag müssen Juden und Palästinenser irgendwie miteinander auskommen und nicht immer fliegen nur die Fetzen. Wer dagegen mehr Randale verursacht, sind fundamentalische missionarische Christen, die stets den Islam und das Judentum ablehnen und dies pausenlos lautstark propagandieren. Das nervt mehr als die vier Muezzin, die mehrere Male am Tag durch unseren Stadtteil rufen.
Was die AfD genau will, hat sie offenbar selber noch nicht entschieden. Für nicht wenige deutsche Wähler gilt sie als die einzige Alternative und ich kann gut verstehen, warum. Eine pro – israelische Einstellung jedoch bedeutet noch lange nicht, dass man Juden positiv gegenüber steht. Ganz und gar nicht, denn mehrheitlich werden gerade solche Websites von fanatischen Christen geführt, die im Grunde genommen das Judentum hassen.
Wer pro – israelische Sites liest, sollte immer erst einmal schauen, wer und vor allem was für eine Ideologie dahintersteht!
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4 Kommentare

  1. Sina Dener sagt:

    Du bringst perfekt auf den Punkt, was ich mir schon seit geraumer Zeit denke. Tatsächlich ist eine betont israelfreundliche Haltung keineswegs automatisch gleichbedeutend mit Sympathien für Juden und das Judentum. Das fällt mir seit Jahren auf, und es zeigt(e) sich ja z. B. sehr deutlich in der so genannten „Beschneidungsdebatte“ oder auch in der Stimmungsmache gegen das Schächten. Ich nehme weder der AFD (zumindest nicht allen ihren Funktionären / Mitgliedern / Anhängern) noch der Mehrheit der Autoren und Kommentatoren bei „Politically Incorrect“ (PI) ab, dass sie wirklich auf Seiten der Juden stehen. Meines Erachtens ist die von diesen Leuten an den Tag gelegte „pro-jüdische“ / „pro-israelische“ Einstellung reine Show, um nicht als Nazis eingestuft zu werden.

  2. Miriam Woelke sagt:

    B“H

    Das sehe ich genauso. Michael Stuerzenberger von PI sagte vor laengerer Zeit in einem seiner Muenchener Demo Videos, dass es das Alte Testament nicht mehr gaebe. Das war die Antwort auf einen Passanten, der danach fragte oder irgendwas. Den genauen Sachverhalt kann ich nicht wiedergeben, doch die Aussage Stuerzenbergers sprach Baende. Auch dass PI von diversen fundamentalistischen Christen unterstuetzt wird. Oder es befinden sich unter PI – Fans deutsche Blogger, die sich pro – Israel geben. In der Realitaet aber gehoeren sie fundamentalistischen Freikirchen wie den Evangelikalen an.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article161019320/Undercover-Reporter-reist-mit-Rechtspopulisten-und-ist-schockiert.html

    http://www.haaretz.com/israel-news/.premium-1.764002

  3. Danny Seis sagt:

    Einiges an Führungspersonal bei Pegida bzw. den Pegida-inspirierten Demos ist sogar jüdisch. Man bemüht sich nur es nicht so raushängen zu lassen, auch wenn es doch manchmal etwas durchscheint ( https://scontent-frt3-2.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/15621856_373007569703813_3342201274407088764_n.jpg?oh=3a3c1c0c3e6f16b54ec076d7775f5b48&oe=5A429016 ).

    Die ZEIT hat vor einigen Wochen nachgezählt und entsetzt festgestellt, dass 4 der 38 Bundestagskandidaten der baden-württembergischen AfD jüdisch sind. Damit sind Juden in der AfD etwa 100fach überrepräsentiert im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil.

    Ähnlich wie Juden in Israel sind Deutsche in Deutschland akut in ihrer Existenz bedroht und ich erwarte von Israelis ja auch nicht dass sie im Wahlkampf ihre Liebe zu den Deutschen in den Mittelpunkt stellen. Ausserdem kann heute eben niemand mehr viel mit Religionen anfangen, da mangelt es mittlerweile einfach an der Bildung:

    So wie Antisemiten heute als Antizionisten auftreten äussert sich Judenfreundlichkeit vor allem als Pro-Zionismus, weil Israel einfach der greifbarste Bezugspunkt ist. Ich würde auch schätzen, dass die Mehrheit der Juden in Deutschland eher atheistisch orientiert ist, insofern ist das sogar sachgerecht. In der AfD gibt es eigentlich auch kaum Christen, ich wüsste grade nur von einer. Die AfD ist primär konservativ und nicht christlich, mittlerweile eigentlich sogar fast schon laizistisch. Derweil trifft sich Gabriel in Merkels Auftrag mit palästinensischen Terroristen und will Israel „demokratisieren“ (und es ist ja bekannt was das bedeutet). Man muss da auch mal etwas realpolitisch denken.

  4. Miriam Woelke sagt:

    B“H

    Hallo Danny,

    dass ein fuehrendes AfD – Mitglied in (ich glaube, es war Baden – Wuerttemberg) Jude ist, habe ich auch schon gehoert. Ehrlich gesagt, wuesste ich nicht, wen ich waehlen sollte. Wenn ich denn in Deutschland leben wuerde und die deutsche Staatsbuergerschaft haette. Beides ist bei mir nicht der Fall.

    In der englischsprachigen hiesigen Presse wird ueber die AfD so berichtet:

    https://www.timesofisrael.com/jews-find-their-voice-ahead-of-german-elections/#comments

    Wobei fuer hebraeische Sites sowie das TV ein Eldad Beck aus Berlin berichtet. Der verfasste sogar ein Buch ueber die tolle Frau Merkel, welches ich hierzulande auf mehreren Grabbeltischen liegen sah. Der Absatz laeuft wohl diesbezueglich nicht so doll.

    Insgesamt wird die AfD im Ausland momentan als Nazipartei dargestellt. Auch in der britischen Daily Mail. Ich denke nicht, dass alle AfD – Politiker und Waehler automatisch Nazis sind. Nicht mehr als diverse CDU – Politiker nach dem Zweiten Weltkrieg. Selbst Leute um Adenauer waren einst stramme Nazis. Ganz zu schweigen von Hanns – Martin Schleyer.

    Ferner richtete Frau Merkel als ehemalige SED – Tussi genauso viel Schaden an. Sie ist die schlimmste Kanzlerin seit Hitler. Kein anderer deutscher Kanzler hat jemals soviel Schaden angerichtet wie diese beiden Gestalten.

    Bezueglich der Juden in Deutschland: Meiner Meinung nach werden viele russische Juden die AfD waehlen, genauso wie sie hierzulande Liebermann waehlen. Generell muss ich sagen, dass ich absolut nicht begreife, wie Juden ueberhaupt noch in dem Deutschland dieser Tage bleiben koennen. Vielleicht kann mir das mal jemand erklaeren!

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