Leben in Jerusalem

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Fragen und Missverständnisse zum Thema ISRAEL

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B“H
Irgendwie kann man erklären und definieren, wie und was man will – die Welt außerhalb Israels macht dennoch immer wieder dieselben Fehler. Orthodoxe Juden gelten, nach wie vor, als diejenigen, die da mit schwarzem Hut und Kaftan herumlaufen. Nur das, so meinen Nichtjuden im Ausland, seien dann die komischen zurückgebliebenen Orthodoxen. Dass das Orthodoxe Judentum aus unzähligen verschiedenen Gruppierungen besteht und dass ein Jude selbst dann Orthodox sein kann, wenn er Jeans trägt, stößt auf taube Ohren. Vielleicht will man den Orthodoxen Juden im Ausland auch als rein fundamentalistisch und weltfremd sehen oder die Leute sind einfach zu dämlich etwas zu kapieren bzw. sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Auch gelten die Orthodoxen als faul und arbeitsscheu. Eine völlig falsche Darstellung und selbst die Haredim (Ultra – Orthodoxe Juden) sind nicht gerade selten in unserem Land als Investoren oder Besitzer riesiger Konzerne involviert. Man nehme nur das bekannte Beispiel der landesweit größten Optikerkette Halperin, deren Besitzer Haredim sind. 
Ein anderes Thema:
Wie kommunizieren Juden und Palästinenser in Israel? Ganz einfach: Auf Hebräisch. Palästinenser mit israelischem Personalausweis (den Ausweis hat JEDER Israeli) müssen, wie wir alle, zur Bank, zu Ämtern, zur Arbeit, etc. und da redet man nun einmal Hebräisch. 
Es gibt Palästinenser, die sprechen absolut perfektes Hebräisch und solche, die gerade mal so zurecht kommen. Bei Leuten aus der palästinensischen Autonomie hapert es häufig am Hebräischen, doch man kann irgendwie kommunizieren. Meistens ist der arabische Akzent herauszuhören, sobald Palästinenser Hebräisch reden. Dann gibt es wiederum solche, die gar reines Hebräisch ohne jeglichen Akzent reden.
In Israel gibt es eine extrem hohe Anzahl sephardischer Juden, die aus Marokko, Tunesien, Algerien, Kurdistan, dem Irak, dem Iran, aus Ägypten, dem Jemen, aus Syrien oder dem Libanon eingewandert sind. All diese Leute, zumindest die ältere Generation, spricht teilweise Arabisch und verständigt sich auf diese Weise mit den Palästinensern. Darunter zahlreiche israelische Geschäftsinhaber auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt. Dort redet man nicht selten mit den palästinensischen Arbeitern Arabisch. Auch das Essen der sephardischen Juden und den Palästinensern unterscheidet sich kaum. Übrigens liebe ich dieses Essen und koche auch daheim so.
Palästinenser kaufen ganz normal in israelischen Geschäften ein, wo sie, nicht gerade selten, auch arbeiten. Die Ultra – Orthodoxe Supermarktkette OSHER AD ist voller palästinensischer Kunden. Frauen mit Hijab und wer weiß was alles, sieht man dort. Genauso wie übrigens auch ein paar Nonnen. 🙂
Bei Egged arbeiten Unmengen an palästinensischen Busfahrern, es gibt palästinensische Richter an israelischen Gerichten genauso wie palästinensische Anwälte. Touristen können häufig noch nicht einmal unterscheiden wer nun wer ist. Jude oder Araber.
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