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Israels berühmter „Elor – Azariah– Fall“

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B“H
Ich gehe einmal davon aus, dass den meisten Lesern der aktuelle Fall des israelischen Soldaten Elor Azaria ein Begriff ist. Ein junger Soldat, der vor fast einem Jahr in Hebron einen palästinensischen Terroristen erschoss. Der Terrorist war unterwegs, um Juden zu töten. Er wurde von der israelischen Armee dingfest gemacht, lag am Boden, mehrere Soldaten und Sanitäter standen in seiner Nähe und dann kam Elor Azaria und erschoss auf den am Boden liegenden Terroristen. Später sagte Azaria vor Gericht, er habe gesehen, dass der Terrorist sich bewegt habe und vermutet, er würde einen Sprengstoffgürtel zünden. In der Vergangenheit passierte es einige Male, dass Terroristen solche versteckte Gürtel trugen und auch benutzten.
Der in Israel bekannte Pathologe Yehuda Hiss stellte bei der Obduktion fest, dass der palästinensische Terrorist, bevor Azaria schoss, bereits tot war. Elor Azaria aber musste in Sekundenschnelle eine Entscheidung treffen und meinte, er habe gesehen, dass sich der Terrorist bewegte.
Ob Azaria zu Recht oder Unrecht handelte, spaltete schnell das Land. Zum einen will sich kein Israeli auf den Level eines Palästinensers begeben, der da aus niedrigen Beweggründen Menschen umbringt. Immer wieder schätzt man die Moral der israelischen Armee, die sich nicht so benimmt, wie andere Armeen der Welt. Frauen vergewaltigen oder Feinde misshandeln, liegt dem Judentum ziemlich fern. Es reicht, dass sich der jüdische Staat ständig verteidigen und auf der Hut sein muss.
Als im letzten Gazakrieg ein Soldat bei einer Hausdurchsuchung Wertgegenstände aus einem palästinensischen Haus mitgehen liess, wurde er vor Gericht gestellt. Im umgekehrten Fall stellt weder die Hamas noch die Fatach einen Palästinenser vor Gericht, weil er Juden beklaut oder umbringt. Das Gegenteil ist der Fall und der Palästinenser wird in den eigenen Reihen als Held gefeiert. Elor Azaria ist kein Held, aber er ist der Meinung, dass er nur seine Kameraden habe schützen wollen.
Während meiner Tätigkeit bei der Jerusalem Post bis vor zwei Monaten habe ich mit unzähligen Soldaten und Offizieren über den “Fall Azaria” gesprochen. Die Meinungen waren geteilt. Genauso wie die vom Rest der Bevölkerung, wobei die Mehrheit hinter Elor Azaria steht. Zu genau kennt man hierzulande die Vorgehensweise palästinensischer Terroristen, die da, selbst nachdem sie dingfest gemacht worden sind, immer noch eine „Überraschung“ unter dem Mantel hervorziehen. „Gegen Terroristen geht man vor und ist nicht zimperlich“, so die mehrheitliche Meinung in Israel. „Und soll man jetzt jeden Soldaten vor Gericht zerren, nur weil er die Bevölkerung schützt?“
Der große Fehler bestand darin, dass der Oberbefehlshaber sowie Ex – Generäle wie der linksextreme und einst erfolglose Premier, Ehud Barak, sofort öffentlich mitmischten. Nach einer Ruhepause will Barak wieder zurück in die Politik und Elor Azaria bot ihm die Chance, sich in die Öffentlichkeit zurückzukatapultieren. “Man müsse Azaria hart bestrafen”, so die Ansicht dieser linken Militärs und verkrachten Ex – Militärs. Zudem hetzte die linksgerichtete Presse ununterbrochen gegen Azaria. Anstatt den Fall ruhig zu verhandeln, trat jeder Depp vor die Kamera, um zu hetzen und seine Meinung kundzutun.
Elor Azaria kam vor ein Militärgericht, wo die Richterin von Beginn an gegen ihn war. Wohl auch, weil Vorgesetzte und Politiker auf eine harte Strafe drängten und der Fall zum Politikum wurde. Andere Politiker und Militärs stellten sich auf die Seite Azarias und sammelten sogar Geld für die Anwaltskosten.
Als der Pathologe, Professor Hiss, vor Gericht aussagte, dass der Terrorist schon tot war als Azaria schoss, liess die Richterin diese Aussage nicht gelten und behauptete, dass stimme nicht. Somit wurde Azaria wegen Totschlags verurteilt. Hinterher kam heraus, dass die Richterin offenbar auf einen Richterstuhl beim Obersten Gerichtshof schielt und nicht objektiv verhandelte, um ihre Chancen zu vergrößern und wichtigen Leuten in den Allerwertesten zu kriechen. Der schwache Azaria kam ihre gerade recht, um sich selber zu profilieren. Als sie behauptete, sie könne den Zustand des Terroristen besser bestimmen ein Pathologe, geriet die Bevölkerung in Rage. Zudem posaunte Oberbefehlshaber Eisenkot das Urteil schon am Abend zuvor aus.
Jetzt im Nachhinein, will Netanyahu den verurteilten Azaria begnadigen, denn das nicht alles so super mit rechten Dingen zugegangen ist, wurde zu offensichtlich. Auch sind 67% der Bevölkerung gegen das Urteil. Ich hörte von Soldaten, sie sich aufgrund des Urteils weigern wollen, in Eliteeinheiten zu dienen. Mit dem Urteil wurde Soldaten das Recht genommen, im Ernstfall zu reagieren. Wer will jetzt noch schiessen und hinterher eingesperrt werden?
Wie gesagt, der Fall hätte ohne Aufsehen verhandelt werden sollen, doch leider wurde er zum Politikum hochstirilisiert und jeder kleine Polithansel mischte mit. Mehr dazu HIER!
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2 Kommentare

  1. Schalom Miriam,
    Dein Beitrag über den Fall Azarias findet ausnahmslos in unserer Familie, sowie im gesamten Verwandten- und Bekanntenkreis volle Zustimmung. Ebenfalls ist alles es ein ermahnender Hinweis, da noch 4 von unseren 5 Kindern den Weg >IDF< vor sich haben. Glücklicherweise ist auch niemand von uns so verkappt "linksorientiert". Ich denke, dass es jetzt bei dem erschossenen palästinensischen "LKW-Terrorist", nicht wieder zu einer Verurteilung des Schützen kommt, da der Terrorist ja auch bereits vom LKW "entwaffnet" war!

  2. Miriam Woelke sagt:

    B“H

    Ich denke nicht, dass diesmal Soldaten vor Gericht gestellt werden. War ja der LKW – Fahrer noch am rumfuhrwerken.

    Ich war auf der Arbeit als der Anschlag passierte. Letzten Sonntag war es die Mutter, die ihre vier Toechter und sich umbrachte und heute ein Terroranschlag. Alles zusammen nur wenige Meter von meiner Wohnung entfernt. Vom Balkon kann ich auf die Tayelet (Promenade) schauen. Zwischen ihr und mir liegt lediglich der sogenannte „Peace Forest“, der keiner ist und noch nie einer war.

    Fast taeglich werden Soldatengruppen an der Tayelet aus dem Bus gelassen, damit sie, durch den Peace Forest, hinueber nach Abu Tur wandern. So eine Art Ausflug mit historischen Erklaerungen. Offenbar war das so eine Gruppe.

    FOCUS berichtet, dass der Anschlag im Osten der Stadt passierte. So ein Quatsch, denn wir sind der Sueden der Stadt.

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