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Die gestohlenen jemenitischen Kinder

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B“H
Die Affäre der gestohlenen jüdischen Kinder jemenitischer Neueinwanderer liegt immer noch wie ein Fluch über unserem Land. Als in den Jahren nach der Staatsgründung Hunderttausende sephardisch – orientalische Juden einwanderten, befiel die aschkenazische Ben Gurion – Regierung Panik. So viele seltsame orientalische Juden waren Ben Gurion & Co. suspekt und aufgrund ihrer Herkunft viel zu primitiv. Man befürchtete sogar, dass all die sephardischen Juden aus Marokko, Tunesien, Algerien, dem Irak, dem Iran, dem Libanon oder eben aus dem Jemen, die Mehrheit im Land stellen.
https://en.wikipedia.org/wiki/Yemenite_Children_Affair
Mag sein, dass das der Grund ist. Vielleicht gibt es auch einen anderen Grund. Jedenfalls war es ausgerechnet eine linke Regierung, welche neugeborene jemenitische Babies ihren Eltern wegnehmen ließ und aschkenasischen Eltern zur Adoption gab. Den jemenitischen Eltern wurde gesagt, ihr Kind sei eine Totgeburt und bereits beerdigt. Erst Jahrzehnte später kam heraus, dass die Kinder lebten.
Bis heute kennen viele dieser Kinder ihre wahre Identität nicht bzw. Eltern sind sich nicht sicher, ob ihr Kind noch lebt. Vor ein paar Jahre gab die israelische Regierung das Kidnapping jemenitischer Kinder zu.
Obwohl das Thema immer wieder neu aufkommt, gerät es doch ganz schnell wieder unter den Teppich. Aktuell plant Minister Tzachi Hanegbi nach Siebzig Jahren die Archive zu öffnen, damit endlich Klarheit herrscht.
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/216765
http://972mag.com/why-is-the-left-silent-on-the-kidnapping-of-mizrahi-children/108028/
In vielen Orten Israels existiert heutzutage eine sephardische Bevölkerungsmehrheit. Insbesondere im Süden des Landes, aber auch in Jerusalem und Tiberias (Tveria) am See Genezareth. Generell gilt selbst die Armeeführung als weitgehend sephardisch dominiert.
Schade, dass Ben Gurion das nicht mehr miterlebt!
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