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Die Jerusalemer Stadtverwaltung sucht Investoren

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B“H 
In der vergangenen Woche ergab es sich, dass ich mich einige Zeit mit einem Mitglied des Jerusalemer Stadtrates unterhalten konnte. Er berichtete mir von der desolaten Lage des städtischen Haushalts und dass man sich entschlossen habe, ausländische Investoren anzulocken. Große internationale Konzerne, die Arbeitsplätze schaffen, denn letztere sind Mangelware in unserer Stadt. 
Neidisch schiele man auf Tel Aviv oder aktuell auf die Stadt Netanya, deren Bürgermeisterin große Erfolge verbuche. Jobs, Steuern sprudeln ins Stadtsäckel und überhaupt. Das könne Jerusalem doch auch oder vielleicht nicht? 
Was denn die Stadt den Unternehmen biete, fragte ich. 
„Hm, Steuerermäßigungen. Allerdings nur bei der Arnona (Grundsteuer). Alles andere werde man halt sehen.“ 
In der Tat existieren in Jerusalem zwei riesige Problemzonen: 1. Das fehlende Geld im Haushalt und 2. die katastrophale Verkehrs – bzw. Parksituation. Die Mehrheit der Bewohner meide Einkäufe in der Innenstadt, denn Parkplätze sind kaum vorhanden. Da ziehe man die Shopping Malls mit eigenem Parkhaus vor. 
In der letzten Zeit legte die Anzahl der Startups in der Stadt kräftig zu. Darunter eine Menge Startups gegründet von Haredim (Ultra – orthodoxen Juden). 
Meiner Meinung nach bedarf es keiner chinesischen oder sonstigen ausländischen Investoren. Jerusalem müsste dagegen sein eigenes vorhandes Potenzial nutzen, tut dies jedoch nicht. Was wir brauchen, sind kreative Leute, die etwas Neues starten und nicht nur eine neue Falafelbude aufmachen.
Die Touristenindustrie ist zu anfällig, denn immer wenn es nach Terrorgefahr riecht, bleiben die Touristen weg. Allein deswegen muss die Stadt nach neuen Geschäftsideen suchen. Die heimische Werbebranche viel mehr in die Hauptstadt zu locken, würde schon helfen. Marketing und PR Unternehmen, die bis dato fast ausschließlich im Küstenbereich angesiedelt sind. 
Die Werbebranche allein macht den Haushalt nicht wieder fit, doch Arbeitsplätze sollten vorzugsweise von einheimischen Unternehmen erschaffen werden. Von Leuten, denen die Stadt etwas bedeutet und sie nicht nur als Investitionsobjekt ausschlachten.
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