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Warum verlassen so viele Neueinwanderer (Olim Chadashim) Israel?

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Der nachfolgende Artikel bezieht sich vorwiegend auf Juden aus den USA, die nach Israel einwanderten. Nichtsdestotrotz gelten dieselben Statements für jüdische Neueinwanderer aus anderen Ländern.
Warum gelingt es vielen jüdischen Neueinwanderern (Hebräisch: Olim Chadashim) nicht, sich in Israel ein neues Leben aufzubauen?
http://www.timesofisrael.com/what-will-it-take-to-keep-new-immigrants-in-israel/
Nach dem Artikel empfehle ich, die Leserkommentare zu lesen. Besonders hervorgehoben wird, dass die Mehrheit aller Neueinwanderer mit falschen Erwartungen nach Israel kommt. Alles sei so easy und im Grunde genommen eigentlich so, wie im ehemaligen Heimatland.
Dass das Leben in Israel tough ist, wird allgemein unterschätzt. Erst wenn der Alltag so richtig losgeht und Rechnungen bezahlt werden müssen, herrscht nicht selten ein böses Erwachen. Ein richtiger Job muss erst einmal gefunden werden. Jobs gibt es, doch die sind weitgehend unterbezahlt. Gerade mal Mindestlohn, doch davon kann man kaum leben. Es frustriert, wenn man schuftet und schuftet und sich am Ende jede Pizza vom Munde absparen muss. Gar nicht auszumalen was passiert, wenn man krank wird und eine Menge Rechnungen selber begleichen muss. Viele Medikamente müssen selbst finanziert werden.
Die Landessprache zu lernen ist wichtig. Und zwar so schnell wie möglich. Die Englischkenntnisse fast aller Israelis halten sich in Grenzen. Grammatik und Vokabular sind oft grausam. Früher fiel mir das gar nicht so auf und ich dachte, das Englische in Israel sei schon okay. Bis ich vor einem halben Jahr meinen Zweitjob annahm und nebenbei zum professionellen Englischlehrer wurde. Da kam das große Erwachen. 🙂
Warum also zieht es viele Neueinwanderer zurück in ihr Heimatland?
Wie gesagt, zu romantische Hoffnungen und falsche Erwartungen. Dazu die chaotische israelische Mentalität, die sie sich nicht antun wollten. Extrem hohe Mieten für bescheidene Wohnungen und dazu einen miesen Job, wo man herumkommandiert wird. All das frustriert und das kann der Neueinwanderer im Ursprungsland einfacher haben. Wozu sich abplagen, wenn nichts dabei herauskommt?
In Israel braucht jeder Geduld und Durchhaltevermögen. Nicht nur Neueinwanderer, sondern auchgeborene Israelis. Man rennt von hier nach dort und zurück und hat noch dazu ein kurzes Wochenende und relativ wenig Urlaub. Dagegen wirkt die Bedrohung durch Terror und Krieg geradezu wie ein Kinderspiel.
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