Leben in Jerusalem

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Die israelische Innovations – Power

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B“H
Was unterscheidet israelische Startups von ihren deutschen Counterparts? Und was unterscheidet Israelis überhaupt von vielen Deutschen?
Wobei ich mit dieser Fragestellung nicht verallgemeinern will. Klar, trifft das nicht auf jeden zu. Nicht auf jeden, aber auf sehr viele Leute schon.
Es ist nicht leicht, in Israel zu leben. Nicht nur aufgrund der Terror – und Kriegsgefahr. Daran haben wir uns irgendwie alle gewöhnt. Was Israelis dagegen viel mehr beschäftigt ist der Alltag. Arbeiten, Rechnungen zahlen und halt irgendwie über die Runden kommen. Hiesige Gehälter sind alles andere als üppig und wer nicht gerade für eine Regierungseinrichtung arbeitet, muss sich dazu noch ernsthafte Gedanken um die Rente machen. Ein privater Rentenplan reicht nicht aus und wer bei den monatlichen Einzahlungen abkassiert, ist die jeweilige Versicherung und nicht der Versicherte.
Lebensmittelpreise sind unverschämt und sogar der Klopapierkauf wird zum Luxus. Bei dem Klopapierpreis! 🙂 Von Mieten und anderen Kosten erst gar nicht zu reden. Kurz gesagt, als Israeli rennt man unermüdlich, denn man will ja irgendwie leben.
Die Arbeitsbedingungen sind auch nicht immer ideal und ich überlege mir momentan, nicht doch noch in die Histadrut – Gewerkschaft einzutreten. Obwohl die Histadrut auch bei Nichtmitgliedern mit Rat und Tat zur Seite steht. Miese Arbeitsbedingungen, mieses Gehalt und oftmals das ewige Gemäkel der Vorgesetzten, doch noch mehr Arbeitsstunden anzuhängen. Wie momentan in meinem ungeliebten Zweitjob. Seit dieser Woche arbeite ich dort weniger, denn ich habe meine Arbeitsstunden auf ein Minimum reduziert. Was folgt sind emails, ob ich denn nicht doch noch mehr arbeiten könne.
Nee, kann ich nicht!
Aus all dieser Misere heraus gründen zahlreiche Israelis ihr eigenes Business. Wobei ich jetzt nicht den typischen Falafelstand meine. Derjenige, der sich in gewissen Lebensumständen wiederfindet, wird erfinderisch. Das bringt die Situation so mit sich.
In Deutschland geht alles seinen Gang und das Denken ist immer noch ein anderes. Man denkt viel nach und zögert. Ob das denn gehe und was wenn nicht und überhaupt.
In Israel sowohl als auch in den USA werden Ideen weiterverfolgt und man schaut halt mal, was sich so ergibt. Ohne große Scheu wird herumgetüftelt. Und das nicht nur im Startup – Bereich. Man will etwas Neues schaffen und seine Idee, sei sie auch noch so daneben, verwirklichen.
Ich denke, dass es gerade dieser Wille ist, der Israelis von Deutschen unterscheidet. Risikofreundlicher und mit allerlei Ideen fängt man einfach an und probiert aus. Mag sein, dass es an der deutschen Mentalität a la „Das wird doch eh nichts. Lass das mal lieber!“ liegt und eine Menge Leute davon abhält, etwas durchzusetzen. Wenn ich mir allein anschaue, wie viele deutsche Youtube Scammer ihre Kurse „Wie blogge ich richtig“ oder „Wie werde ich Youtuber“ verkaufen, wundere ich mich nur noch. Es scheint als ob niemand mehr allein etwas auf die Beine stellen kann, sondern für jeden Sch…. erst einmal einen Kurs kaufen muss. Wenn ich für alle Lebenslagen zuerst einen Kurs kaufen muss, ist das sehr traurig. Anstatt loszulegen, selbst wenn der Erfolg ausbleibt, werden Videokurse geglotzt.
Hier ein Beispiel interessanter Startups, die sich die Arbeitsplatzmisere zu Nutzen machen:
http://www.globes.co.il/en/article-five-israeli-startups-that-enhance-job-seeking-1001091873
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