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Wie können junge Israelis im superteuren Tel Aviv überleben?

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Photo: Miriam Woelke

B“H
Bei jungen Israelis gilt Tel Aviv als DIE Stadt. In der Mittelmeermetropole wohnt jeder, der IN sein will. Alles ist so frei und man kann tun und lassen, was man will. Dazu all die Pubs und jegliche Action.
Der Nachteil von Tel Aviv liegt ganz klar bei den Lebenshaltungskosten. Extrem hohe Mieten lassen die meisten jungen Leute lediglich in WGs wohnen. Allein kann sich das ein Otto Normalverdiener kaum leisten. Dazu die hohen Lebensmittelpreise, wenn man nicht weiter außerhalb der Stadt oder im benachbarten Ramat Gan beim Rami Levi Discounter einkauft. Oder in diversen kleinere Billigecken des Carmel Marktes in der Innenstadt.
Obwohl die wenigsten jungen Leute sofort hohe Gehälter beziehen, wollen sie unbedingt in Tel Aviv wohnen. Besonders bei Leuten aus der Peripherie wie den Negev – Orten oder aus dem nördlichen Carmiel, Afulah, Tiberias, Kiryat Shemonah, etc. ist die Küstenstadt beliebt. Und wer den Armeedienst beendet, den zieht es dorthin, wo es Arbeit und Entertainment gibt. Für junge Leute aus der Region des Nordens bietet sich eigentlich ein Umzug nach Haifa an, doch Haifa ist halt nicht IN, sondern nur Tel Aviv.
Die hohe Nachfrage nach Wohnungen und Jobs läßt in Tel Aviv nochmal richtig die Preise ansteigen. Wer meint, München sei total überteuert, der war noch nicht in Tel Aviv.
Wie aber können sich Studenten oder arbeitende junge Leute das Leben an der teuren Küste ermöglichen? Viele unter ihnen verdienen nicht gerade berauschend, obwohl sie mehrere Jobs gleichzeitig haben.
Die Antwort auf die Frage lautet: Die Eltern dürfen die Kosten übernehmen. Sie bürgen bei Mietvertrag und überhaupt. Eine Frau aus Carmiel sagte mir gestern, dass auch ihr Sohn unbedingt nach Tel Aviv wollte. Und obwohl er wenig verdiente und immer nur auf das Geld seiner Eltern angewiesen war, wollte er drei Jahre nicht in den Norden zurückziehen, sondern lieber in der Stadt, die niemals schläft, bleiben. Hauptsache Tel Aviv!
Die Eltern durften zahlen und damit stehen sie nicht allein. Fast alle jungen Neuankömmlinge in Tel Aviv erhalten finanzielle Unterstützung von den Eltern, denn allein könnten sie das Leben in der Stadt gar nicht finanzieren.
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