Leben in Jerusalem

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Sommerloch

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B“H
700,000 israelische Schüler haben heute ihren letzten Schultag und dann beginnen die ewig langen Sommerferien. Gelernt wird erst wieder am dem 1. September. Wobei man erwähnen sollte, dass noch längst nicht alle Schüler ihre Sommerferien beginnen bzw. am 1. September ihr neues Schuljahr beginnen. Insbesondere jene Schüler religiöser Einrichtungen lernen immer noch und deren Sommerferien sind um einiges kürzer.
Die Sommerhitze hat uns alle voll im Griff. Täglich über 30 Grad Celsius in Jerusalem. An Wegfahren ist bei mir nicht zu denken, denn ich habe zuviel Arbeit. Nach wie vor hoffe ich, dass ich aus dem Zweitjob gefeuert werde, doch da tut sich nichts in der Richtung. Normalerweise werden die Angestellten vor dem Ablauf der ersten sechs Monate geschmissen, da sie bis dato keinerlei Rechte haben. Um dem Arbeitsrecht zu entgehen, werden deswegen immer neue Leute angekarrt und somit ständig das Personal ausgetauscht.
Gestern erhielt ich eine email vom Big Boss und ich dachte schon, dass ich den Job endlich los wäre. Aber nichts da! Ganz im Gegenteil, denn er beförderte mich in die sogenannte Basic Abteilung und in der nächsten Woche wartet extra Training auf mich.
Da will ich gefeuert werden und dann das. Aber egal, denn ich bin ja erst drei Monate dort. Spätestens nach dem fünften Monat fliegen alle raus. Schlimmstenfalls muss ich jetzt noch zwei weitere Monate absitzen. Finanziell lohnen tut sich das nicht und aus diesem Grund reicht mir mein Hauptjob. Doch jetzt hocke ich im Nebenjob fest und wenn ich von mir aus vor Ablauf der ersten sechs Monate kündige, muss ich 500 Schekel (ca. 120 Euro) Strafe zahlen. Dazu bin ich aber zu geizig.
Ergo werde ich vermutlich noch die kommenden zwei Monate voll im Arbeitsstress sein. Um mich zu trösten, schaue ich auf die positiven Seiten. Das Gehalt gehört nicht dazu, doch ich muss sagen, dass wir alle eine ganze Menge durch den Job gelernt haben. Mit Menschen zu reden und Rhetorik. Vor allem Kommunikation. Wer weiß, wo einem das später noch einmal weiterhilft. 🙂
Gestern war ich nach längerer Zeit einmal wieder in der einstigen IN Straße Emek Refa’im in der German Colony / Katamon. Ein paar neue Restaurants haben neu aufgemacht genauso wie ein Second Hand Buchladen. Ausgesprochen viele Leute waren nicht unterwegs. Die fand man mehrere Hundert Meter weiter am Kulturzentrum Alter Bahnhof, denn dort läuft momentan die Hebrew Book Week. Eine Menge israelische Verlage stellen ihre Bücher aus und was wird da am meisten verkauft? Kinder – und Jugendbücher. Die alljährliche Book Week gilt stets als Familien – Event. Selbst habe ich nichts gekauft, denn ich habe daheim mehr als Hundert Bücher auf den Regalen stehen, die immer noch darauf warten, gelesen zu werden.
In den kommenden Tagen wird der Ben Gurion Airport bis Ende August riesige Anstürme erleben, denn in Israel ist Ferienzeit. Viele fliegen ins Ausland. Griechenland, Bulgarien, Prag, London, New York, Italien oder Spanien stehen immer hoch im Kurs.
Dann mal Happy Summertime!!! 🙂
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