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Jerusalem Ende Mai 2016

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Copyright: Miriam Woelke
B“H
Gestern Abend ging ich nach der Arbeit zum derzeitigen Jerusalemer Light Festival (siehe Photos oben). In diesem Jahr finden sich bereits im unteren Teil der Jaffa Road, die da vom Busbahnhof bis hinunter in die Altstadt verläuft, mehrere Lichtinstallationen. Darunter der Eifelturm.
Da es schon spät am Abend war und das Festival offiziell um 23.00 Uhr seine Pforten schließt, sah ich mir lediglich die Installationen in der Jaffa Road sowie um das Jaffator an. Außerdem wollte ich nach einem langen Arbeitstag endlich nach Hause.
Tausende Menschen waren um 22.30 Uhr noch auf den Beinen. Alles strömte in die Altstadt zum Festival und ich wage mir gar nicht auszumalen, welches Gedränge in all den schmalen Gassen herrscht. Massenandrang pur und überall sah man Hände in der Luft und es wurde mit dem Smartphone gefilmt.
Nach einer wettermäßig kühlen Woche zieht nun wieder der Sommer ein. Hitzewelle und 33 Grad Celsius. Ich bin bis oben vollgestopft mit Arbeit, doch vorgestern Abend schaffte ich es endlich einmal, Freunde im nicht allzu entfernten Stadtteil Nof Zion zu besuchen. Ein Video dazu stellte ich bereits in den Blog
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2016/05/30/aussicht-von-nof-zion-jerusalem-auf-den-tempelberg-den-oelberg-arab-jabal-al-mukaber/
Photos von den Häusern sowie dem kleinen Stadtteil folgen noch.
Nof Zion liegt nicht weit von der Jerusalemer Promenade (Tayelet) entfernt. Man fahre am UNO Hauptquartier geradeaus vorbei, an der Polizeistation vorbei. Schon befindet man sich in einem arabischen Gebiet mit mehreren Shops. Wer nach Nof Zion will, das da weiter unten an derselben Straße liegt, sollte entweder ein Auto benutzen oder den Egged – Kleinbus, der einmal pro Stunde verkehrt. Eigentlich wollte ich mit dem Mountain Bike fahren, doch meine Freunde rieten mir ab. Steine könnten fliegen oder Schlimmeres passieren.
Nof Zion selber ist ein relativ neuer Stadtteil gleich neben dem arabischen Jabal al Mukaber gelegen. Bei Letzterem handelt es sich um eine Hochburg der palästinensischen Terroristen. Nof Zion hat bislang nur wenige Häuser, doch es wird gebaut.
Ich könnte dermaßen eingequetscht von Palästinensern nicht leben, aber dann kam der übliche Spruch meiner Freunde: „In Deinem Stadtteil geht es schlimmer zu als bei uns!“
Das stimmt, denn Nof Zion ist von Sicherheitsanlagen aller Art umgeben und in meinem Stadtteil haben die Palästinenser ungehinderten Zugang, was wir letztendlich auch zu spüren bekommen.
Obwohl mein Stadtteil über eine grandiose Aussicht verfügt – wow, von Nof Zion aus schaut man bis zum Tempelberg, dem Ölberg sowie ins arabische Abu Dis jenseits der Sicherheitsmauer. Bei guter Sicht sieht man sogar die jordanische Hauptstadt Amman.
Wer will, kann sich nach Nof Zion einladen lassen und an einem Schabbat teilnehmen. Manchmal kommen ganze Reisebusse und die Touristen kriegen gleich alles im Doppelpack zu sehen. Den Schabbat und das Leben in einer Gegend voller Palästinenser.
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