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Unterschiede zwischen Israelis & Deutschen, Teil 1

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Photo: Miriam Woelke

B“H
Es versteht sich von selbst, dass ich nicht alle Unterschiede zwischen Israelis und Deutschen aufliste, da ich garantiert Tausende vergesse. Allerdings will ich als Ex – Deutsche und Israelin seit bald 20 Jahren auf die wesentlichen Unterschiede eingehen. Aus meiner persönlichen Sichtweise heraus, die sich da von Israeltouristen grundsätzlich unterscheidet.Hier der erste Teil der kleinen Serie! Wer will, kann gerne Inhalte beisteuern.
1. Eine der ersten israelischen Charaktereigenschaften, die mir sehr schnell auffiel: Israeli mustern einen nicht von oben bis unten. In Deutschland fand ich das ziemlich extrem. Jeder schaute auf jeden, und begutachtete die Klamotten und alles Drumherum. Von Weitem wird der Mensch sofort in eine Schublade gepackt. Klar, sollte man in Israel auch nicht gerade verschlampt daherkommen, doch dieses penetrante Mustern und als asozial oder nicht asozial einordnen, gibt es so gut wie gar nicht.
2. Deutsche brauchen unendlich lange, um Dinge zu erklären. Wobei sie sich zwischendurch Tausendmal rechtfertigen und alles bis ins Detail erklären wollen. Es dauert ewig, bis einmal jemand zur Sache kommt. In Israel dagegen geht alles ruckzuck. „So und so ist die Sachlage und that’s it!“ Es wird nicht um den heißen Brei herumgeredet, sondern in einem Satz alles ausgeschüttet. Stellt ein Vorgesetzer oder der Arzt eine Frage, dann bitte nur die Antwort auf die Frage geben und keine Story verfassen. Das kommt gar nicht gut an und man wird schnell unterbrochen.
Wenn ich mir so manches deutsche Youtube Video anschaue, spule ich im Vorfeld bis in die Mitte vor, denn ehe jemand zur Sache kommt, vergeht eine Ewigkeit.
3. Bei Briten und Amerikanern gelten Deutsche oft als taktlos und schroff. Man redet gerade heraus, ob eine Sache gut oder schlecht ist. Ob die neuen Klamotten toll sind oder häßlich.
Bei Israelis ist das ähnlich, denn hierzulande wird gerade heraus geplappert. So sehr, dass selbst viele Deutsche peinlich berührt sein könnten. In Israel wird über alles geredet. Selbst über Schulden und ein überzogenes Bankkonto. Und das selbst lautstark im Bus.
4. Ein Israeli lässt sich nicht so leicht belabern und überzeugen wie ein Deutscher. Rotzfrech wird erst einmal nachgehakt und alles bis ins Detail abgeklopft. Wo ein Deutscher noch nachdenkt, ob er diese und jene Frage überhaupt stellen darf, ist ein Israeli längst fertig mit dem Gespräch.
5. In Deutschland ist man häufig sehr nachtragend und denkt jahrelang über Sätze nach, die man als Beleidigung auffasst. „Ja, wie hat der das jetzt gemeint?“
In Israel werden Gespräche / Kommentare sehr schnell abgehakt. Im Sekundentakt passieren Dinge und da bleibt keinerlei Zeit für Spekulationen und Interpretationen. 
6. Israelis sind chronisch neugierig und wollen alles wissen. Gleichzeitig erzählen sie auch viel von sich und erwarten, dass das Gegenüber ebenfalls berichtet.
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