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Netanyahu ist der Meister des Ausspielens

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Keine Frage, Bibi Netanyahu versteht sein politisches Handwerk. In den vergangenen Woche versuchte er den Vorsitzenden der Arbeiterpartei, Yitzchak Herzog, zu einer großen Koalition zu bewegen. Herzog sprang freudig und zugleich naiv auf den Verhandlungszug auf. Die Parteimitglieder hingegen wollen ihre Partei lieber in der Opposition sehen, doch Yitzchak Herzog packte der Karrieretrip, denn er gierte nach einem dicken fetten Ministerposten. Seine innerparteiliche Konkurrentin Shelly Yechimovitz macht ihm das Leben eh zur Hölle und so wollte Buji (Herzogs Spitzname) wenigstens einen kleinen Erfolg für sich in Anspruch nehmen. Am Ende jedoch wurde er zu gierig und hintenrum verhandelte Netanyahu bereits mit Avigdor Leiberman von Yisrael Beiteinu. Ja der, der da im Ausland als totaler Fanatiker dargestellt wird. Zu Unrecht, denn Lieberman wurde schon vor längerer Zeit zum Softie, auch wenn er ab und an mal wieder herumpoltert.
Jahrelang war der laute Russe Außenminister und jetzt wird er aktuell zum neuen Verteidigungsminister ernannt. Der bisherige Verteidigungsminister und ehemalige Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Moshe „Bogi“ Ya’alon, wurde geschasst. Gründe hierfür gibt es mehrere und die Mehrheit der Bevölkerung weint dem roten Ya’alon keine Träne nach. Dieser zieht sich nun aus der Knesset sowie aus dem politischen Leben zurück. Vorerst zumindest. Seinen Knessetsitz nimmt Yehudah Glick ein, der durch das Nachrückverfahren Abgeordneter (LIKUD) wird. Ausgerechnet jener Yehudah Glick, der im Oktober 2014 von einem Palästinenser aus meinem Stadtteil niedergeschossen worden war und nur knapp überlebte. Yehudah Glick, der ständig den Tempelberg besucht und die Palästinenser in die Schranken weist.
Wenn das erst SPON & CO. mitkriegen. Auweia. Dann geht die Israel – und Netanyahu – Hetze erst so richtig los. Eine rechte jüdische Nazi – Regierung und die armen palästinensischen Terroristen, die doch einzig und allein nur frustriert sind…
Yehudah Glick wird definitiv für mehr Action in der Knesset sorgen, doch mit Lieberman bleibt alles beim Alten. Wer da jetzt einen neuen Krieg heraufbeschwört, kennt die israelische Politik nicht. Avigdor Lieberman liebt es zu poltern und wir würden uns wünschen, dass bezüglich des täglichen arabischen Terrorismus endlich einmal durchgegriffen wird. Aber darauf können wir auch mit Lieberman als Verteidigungsminister lange warten.
Netanyahu hat jedenfalls einmal wieder alle Joker aus dem Ärmel gezogen und Yitzchak Herzog so richtig verkackeiert. Geschieht ihm recht, dem machtgeilen Sozi, der sich zusammen mit Ya’alon aus der Politik verabschieden sollte.
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