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Bewerbungen in Israel

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B“H
Eigentlich wollte ich heute meine Meinung zu einem israelischen General und dessen Äußerungen zum Yom Hashoah vor zwei Wochen kundtun. Mit unzähligen meiner Zweit – Job – Schüler habe ich bereits darüber gesprochen. Darunter Offiziere und jemand, der mit General Ya’ir Golan, mehr oder weniger, zusammenarbeitet. Aber auf dieses Thema genauso wie auf einen mysteriösen Kriminalfall und einen offenbar unschuldig einsitzenden Verurteilten werde ich morgen oder in den kommenden Tagen eingehen.
Auf Twitter fragte mich gestern jemand, wie es denn mit den Bewerbungen in Israel ausschaue. Ob hierzulande auch dicke fette Bewerbungsmappen verschickt werden. Die Antwort lautet NEIN, denn es wird lediglich eine Seite Lebenslauf verlangt. Entweder per Email oder Fax. Wird man danach nicht angerufen, hat sich die Bewerbung erledigt.
Wer zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wird, muss häufig ein oder mehr Stunden mitarbeiten. Er bekommt eine bestimmte Aufgabe gestellt und es wird geschaut, wie an diese Aufgabe herangegangen wird. Nicht immer muss man alles lösen, doch es kommt auf das WIE an. Was nützt ein super Zeugnis, wenn dann jemand dasitzt, der nichts kann?
Mein Hauptjob liegt im Industriegebiet von Talpiyot. Ich arbeite in einer emotionslosen Branche, die sich da Werbung / PR nennt. Nein, wir verkaufen nichts, sondern bereiten Werbekampagnen für große und kleinere Firmen vor. Das Gute ist, dass ich auf diese Weise eine Menge Leute aus ganz unterschiedlichen Unternehmen treffe. Und obwohl ich meinen Zweitjob hasse und auf Entlassung hoffe, eines muss ich sagen: Mit so vielen Managern, Armeeoffizieren, Anwälten, Maklern, Bankern, IT Spezialisten, etc. habe ich noch nie zuvor gesprochen. Wer das mitmacht, bekommt einen vollkommen anderen Eindruck von unserem Land als derjenige, der halt mal so durch die Straßen läuft.
Warum ich meinen Zweitjob hasse, liegt nicht an den Schülern, sondern am Management. Aber egal.
In Israel ist es nicht nur wichtig, innovativ und flexibel zu sein, sondern man muss diverse Kontakte aufbauen. Dabei bin ich absolut introvertiert und Smalltalk unfähig. Aber auf der Arbeit wird kein Smalltalk getrieben, denn es geht ums Business.
Mit zwei Freunden bin ich momentan dabei ein Konzept auszuarbeiten. Wir haben eine Geschäftsidee und wollen diese in den nächsten Monaten in die Realität umsetzen. Ganz klein und nebenbei. Nein, kein Online Business oder so. Online findet gar nichts statt, sondern nur auf persönlicher Basis.
Allein auf ein Angestelltendasein sollte man sich heutzutage nicht mehr verlassen. Noch dazu wo die Renten niedrig sind. Ich denke, dass jeder sich damit beschäftigen sollte, ein eigenes kleines Business aufzubauen. Klappt es nicht, okay. Macht man halt etwas Neues.
Je flexibler man ist, desto besser.
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