Leben in Jerusalem

Startseite » Leserfrage » Leserfrage: „Spezielle Touren für Touristen in Israel“

Leserfrage: „Spezielle Touren für Touristen in Israel“

Validation content="ca3b12cf8d29815feeb7b8e18de25f4b"
B“H
Jemand stellte mir die Frage, ob ich spezielle Touren / Organisationen in Israel kenne, die einem Touristen die Problematik des Landes näherbringen.
Meine Antwort darauf:
Namen von Touren und Organisationen diesbezüglich kenne ich nicht. Klar, gibt es eine Menge Tour – Angebote, doch kommt es bei der Auswahl stets darauf an, was der Tourist sucht. Sucht er allgemeines Wissen? Wie ist seine politische Einstellung? Will er Touren, die ihn eventuell Pro – Palästinenser und gegen Israel oder eher umgekehrt informieren?
Kurz gesagt, es ist schwer, eine passende Tour zu finden, da meistens leider immer nur abgezockt wird. Das ist so ungefähr so wie im Internet oder auf Youtube mit diversen Kursen, die zum Verkauf angeboten werden.
Das Problem bei diesem Touristen besteht darin, dass er nur eine Woche in Israel urlauben will. Was kann man in einer Woche lernen, außer ein paar allgemeinen Kenntnissen.
Hostels und Hotels sowohl als auch in Tel Aviv und in Jerusalem bieten Tagestrips an. In Tel Aviv wird von Hostels ein privater Tour Guide empfohlen, der die Teilnehmer durch die Stadt und zur Nachbarstadt Yaffo führt. Hier werden ein paar Touristenattraktionen gezeigt und mehr ist in der kurzen Zeit auch nicht drin. Immerhin erhält der Besucher einen kleinen Einblick. Eine besondere Problematik wird hier sicher nicht erklärt und der Alltag der Bewohner von Tel Aviv kommt nicht zur Sprache.
Viele Leute fragen mich ausgerechnet nach dem gelebten Alltag in Jerusalem oder in Israel überhaupt. Wie lebt man in Jerusalem und wie schaut der Arbeitsalltag aus? Erstaunlicherweise ist es nicht immer nur der Terror, für den sich die Menschen interessieren, sondern sie fragen direkt an, wie das Leben in Israel ausschaut. Vielleicht, weil ich schon Zwanzig Jahre hier lebe bzw. an verschiedenen Orten im Land gelebt habe. Die Fragen reichen vom Arbeitsalltag, Juristischem, Immobilien bis hin zum Studium, Essen oder finanziellen Angelegenheiten. Eine Menge Anfragen darauf erhielt ich gerade durch Amazon, wo ich mein erstes Buch zum Ultra – orthodoxen Judentum veröffentlichte. Was ich feststelle ist, dass die Leute allgemein nicht nur Touristenattraktionen aufgezählt haben wollen, sondern direkt an der israelischen Gesellschaft allgemein interessiert sind.
Aber zurück zur Leserfrage:
Was und wie viel kann man innerhalb einer Woche Israel kennen lernen bzw. von Problematiken des Landes erfahren?
An Deiner Stelle würde ich mir einen Lonely Planet kaufen
http://www.amazon.de/Lonely-Planet-Reisef%C3%BChrer-Pal%C3%A4stina-Deutsch/dp/3829723849
und selber durch Tel Aviv und Jerusalem laufen. So schwer ist das nicht, nur in Jerusalem sollte man aufpassen, sich nicht zu tief in Ostjerusalem zu verlaufen. Besonders bei Dunkelheit kann das gefährlich werden. In Tel Aviv sollte nach Einbruch der Dunkelheit die Gegend um den Zentralen Busbahnhof, wenn möglich, gemieden werden, denn dort leben Tausende illegaler Afrikaner. Gangs, Prostitution, Diebstahl, Drogen – da muss man nicht unbedingt dabei sein.
Kann sein, dass ich diese Tipps gebe, weil ich selber der Typ bin, der allein alles auskundschaftet und weder mit Guide noch Reiseführer loszieht. Hostel Rezeptionen (außer palästinensischen Hostels am Damaskustor oder am Jaffator in Jerusalem) geben oftmals tolle Tipps, wo der Tourist essen kann und überhaupt. Außerdem erhält man an der Rezeption kostenlose Stadtpläne, Prospekte und eine Vielzahl privater Ausgehtipps vom Personal. Dazu kann man sich mit anderen Hostel – oder Hotelgästen unterhalten. Auf diese Weise kommt man an super Infos wo und was abläuft.
Der Alltag in Israel und die Problematik kommen somit weniger zur Sprache. Aber was genau kann man von ein paar Tagen im Land erwarten? Genauere Kenntnis verleiht, zum Beispiel, ein Besuch in einer Siedlung. Was die Palästinenser sagen, wissen so ziemlich alle, doch was sagen eigentlich die Siedler?
Wer den Alltag etwas kennen lernen will, der setze sich in ein Cafe (an der Kreuzung Shenkin / King George / Carmel Markt / Allenby Street gibt es ein günstiges AROMA) und beobachte die Leute, die so vorbeilaufen. Gerade an der Lokalität sieht man das bunteste Gemisch von Tel Aviv.
Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: