Leben in Jerusalem

Startseite » Aliyah » Auswanderung (Aliyah) nach Israel und der Erfolg in der neuen Heimat

Auswanderung (Aliyah) nach Israel und der Erfolg in der neuen Heimat

Validation content="ca3b12cf8d29815feeb7b8e18de25f4b"
B“H
Weder habe ich es besonders mit Klicks auf dem Blog noch sitze ich stundenlang da und analysiere die Leserschaft. Was ich dagegen tue ist, meine Artikel zu schreiben. Themen, die mich interessieren und die mir Spaß machen. Ab und an schaue ich aber doch nach, wie es Leute auf meine Blogs treibt. Heißt, ob sie eine spezielle Frage googelten. Das tue ich, damit ich ggf. Leserfragen beantworten kann.
Eines fällt mir bei diesem Blog immer wieder auf: Die Leute googeln unheimlich viel „Nach Israel auswandern“.
Unzählige Male schrieb ich Artikel zum Thema und ich will das auch heute nochmals tun. Allerdings nur an jene Auswanderer nach Israel gerichtet, die dazu ein offizielles Recht besitzen: An Juden.
Alle anderen können nicht einfach so nach Israel einwandern. Die Visa sind zeitbegrenzt und obwohl man mehrere Male verlängern kann, irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem ein normaler Tourist das Land wieder verlassen muss. Und das mindestens für ein Jahr.
Auf meinem englischen Blog erhalte ich immer wieder Kommentare von Juden aus aller Welt, die da sagen, dass sie nicht nach Israel ziehen wollen, weil es weder ausreichend Jobs noch Wohnungen noch anderweitige soziale Sicherheiten gibt. Da könne man auch gleich daheim in den USA bleiben.
TIMES OF ISRAEL veröffentlicht aktuelle Statistiken zur Lage und ob überhaupt noch eine Chance besteht, dass jüdische Neueinwanderer in Israel ein neues Leben aufbauen können. Wobei das Alter eines Neueinwanderers definitiv eine Rolle spielt. Wer mit über Vierzig oder Fünfzig Aliyah macht, muss in den meisten Fällen Jobs im Niedriglohnsektor annehmen. Es sei denn, er ist ganz supertoll qualifiziert. Hightech – Leute können ihre Qualifikation gleich vergessen, denn in Israel wird bereits ab 30 – 35 Jahre aussortiert. Viele Israelis aus dem Sektor finden sich auf dem Arbeitsamt wieder, denn der Hightech – Arbeitsmarkt schreit nach jungen Leuten. Mit 32 Jahren ist man vielerorts schon zu alt und verbraucht.
Was also tun? Sich selbstständig machen? Startup – mässig oder einen Laden aufmachen? Ich rate jedem, sich irgendeinen Job zu suchen, um Miete und Rechnungen zu zahlen. Egal was und welcher miese Job. Nebenbei kann man sich immer noch etwas Eigenes aufbauen, aber Planung und Ausführung dauern bekanntlicherweise.
Wer nach Israel auswandert, sollte mit einigem ersparten Geld kommen und nicht blindlinks dem bißchen Geld der Jewish Agency folgen. Amerikaner oder Kanadier haben es hier einfacher, denn deren Aliyah Organisation Nefesh be’Nefesh läßt viel Cash springen. Aber auch das ist irgendwann aufgebraucht und was dann, wenn man keinen Job findet, der Rechnungen zahlt.
Klar, ist es immer besser, wenn man im Hintergrund Eltern hat, die einen finanziell unterstützen können. Aber wer hat das schon? Und wer will sich dauerhaft aushalten lassen?
Wer nach Israel zieht, der muss erst einmal bescheiden anfangen. Kleine billige Wohnung oder WG. Niemand sollte sich zu schade sein, auch mal miese Jobs anzunehmen. Die Ansprüche an die neue Heimat sollten nicht zu hoch angesetzt werden, sondern lieber zu niedrig. Die ersten Jahre sind hart und man rennt und rennt und rennt, um sein Geld zu verdienen. Die soziale Absicherung liegt wesentlich niedriger als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie die Leute mit dem bißchen Stütze hier ihre Miete zahlen.
Wer als Familie kommt, kann es einfacher haben. Nämlich dann, wenn beide Ehepartner arbeiten. Allein eine hohe Miete aufbringen ist kaum möglich. Selbst dann nicht, wenn man zwei oder drei Jobs annimmt und pausenlos im Einsatz ist.
Vielleicht kann jemand zu dem Thema kommentieren und sich auslassen, wie er denn so seine Rechnungen zahlt bzw. wie seine Erfahrungen aussehen. 🙂
Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: