Leben in Jerusalem

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Die israelische MEGA Kette am Abgrund

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Es schaut nicht gut aus und die israelische Supermarktkette MEGA steht offenbar vor dem Aus. Fünfzig Millionen Schekel (circa 12 Mio Euro) schuldet Mega seinen Zulieferern wie Coca Cola, etc. Die Gläubiger wollten in der vergangenen Woche die gesamte Schuld in Cash auf die Hand bekommen, doch Mega ist zahlungsunfähig. Heute verhandeln beide Parteien und sollte es zu keiner Einigung kommen, werden 3500 Angestellte arbeitslos.
Die Angestellten fürchten um ihre Jobs und die Zulieferfirmen liefern fast keine neue Ware mehr. Bei Mega bleiben viele Regale leer, doch es gibt immer noch Kunden, die das kaufen, was da ist, um die Angestellten zu unterstützen.
Dabei hatte Mega einmal so gut angefangen. Superbillig, tolle Waren und ein riesiges Angebot. Israelis stürmten massenhaft in die Filialen und die Kassen klingelten nonstop. Doch dann gingen nach wenigen Monaten die Preise drastisch rauf und da die Konkurrenz nicht schläft, lief die Kundschaft zu anderen Billiganbietern. In Israel sind Lebensmittel sauteuer und da muss man auf jeden Schekel achten. Mega entwickelte sich zu einem überteuerten Laden wie einst in Deutschland Coop oder Tengelmann. Das war der schlimmste Fehler, den die Kette machen konnte.
Vor einigen Jahren dann kamen die Billigketten Rami Levy und Osher Ad und da konnte Mega beim besten Willen nicht mehr mithalten. Israelis aber sind mit ihren relativ niedrigen Gehältern und bei den horrenden Lebensmittelpreisen auf Angebote angewiesen. Dort , wo es billig ist, rennen die Massen hin. Zuletzt gab Mega 32 Filialen auf. Darunter eine riesige Ladenfläche im Untergeschoß der Hadar Mall in Talpiyot. Keine Kundschaft und Mega war tot. Kurz darauf zog der Discounter Osher Ad ein und seitdem prügelt sich die Kundschaft fast um die Ware. Am Donnerstagabend war ich dort und stand ewig an der Kasse. Mindestens zwölf Kassen waren im Einsatz, doch die Kundschaft stand bis in die Regale hinein. So lang waren die Schlangen.
Sollte Mega doch noch gerettet werden, sehe ich den Niedergang als aufgeschoben. In spätestens sechs Monaten wird man erneut vor dem Aus stehen.
Am schlimmsten trifft es die Angestellten, denn auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sieht es nicht gerade rosig aus.
Details:
http://www.globes.co.il/en/article-mega-to-petition-for-protection-from-creditors-1001095627
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