Leben in Jerusalem

Startseite » Gesetze » Bürgerwehren in Israel

Bürgerwehren in Israel

Validation content="ca3b12cf8d29815feeb7b8e18de25f4b"
B“H
Bürgerwehren in Israel sind schon jahrelang kein Thema mehr, denn es gibt sie fast überall. Bereits in den 90iger Jahren existierten in Jerusalem private Bürgerwehren, deren Mitglieder meist aus Jugendlichen bestanden. Diese Jugendlichen mit einer gelben Weste als Erkennungszeichen stiegen des Abends sogar in die Stadtbusse und schauten sich die Fahrgäste an. Ob kein verdächtiger Palästinenser darunter ist. Wie, aber, will man denn „verdächtig“ definieren?
Letztendlich waren die Gruppen mit den Jugendlichen ein Reinfall. Zu oft hatten sie harmlose Passanten angeraunzt. Wobei man sagen muss, dass die Jugendlichen oftmals sephardischer Herkunft waren und Neueinwanderer aus unterschiedlichen Ländern anmachten, nur weil sie meinten, da sei wohl jemand auffällig und passe nicht ins „sephardische Bild“.
Ich weiß, ich bin jetzt wieder sephardisch-rassistisch. 🙂 Trotzdem muss man zugeben, dass sephardische Jugendliche wenig bis gar keine Auslandserfahrung haben. Bevor ich jetzt in eine Diskussion gehe, warum dies häufig der Fall ist, fahre ich lieber mit dem eigentlichen Thema fort.
Jugendliche Bürgerwehren haben sich nicht bewährt. Was dagegen positiv ist: Die Polizei selber stellt freiwillige Helfer ein. Diese Helfer treten in Polizeiuniform auf, haben eine Waffe und durchlaufen vor ihrem Einsatz eine spezielle Schulung. Ob man nun schiessen darf oder nicht, ist Ansichtssache. Kommt ein Terrorist daher, muss man sehr wohl schiessen. Sogar Passanten, Polizeihelfer oder wer auch immer ist dazu befugt. Warum auch nicht? Gilt des doch, Menschenleben zu retten.
Was passiert, wenn ein Passant zwar eine Waffe dabei hat, aber sich dennoch weigert, zu schiessen, sahen wir erst neulich beim Attentat in Tel Aviv. Ein arabischer Terrorist schoß an einem Freitagnachmittag vor einer Bar in der Dizengoff Street wild um sich. Der Täter entkam und wurde erst vor wenigen Tagen gefasst und bei einem Feuergefecht erschossen. Besagter Passant mit Waffe weigerte sich einzugreifen und zu schiessen, weil er Angst hatte, selber im Knast zu landen.
Warum Angst?
Weil all die Linken mit ihrem falschen Liberalismus als Richter bei den Gerichten fungieren. Die, ach so tollen linken Gutmenschen tragen die Verantwortung und nicht derjenige, der nicht schiessen wollte. All dieses falsche linke Gutmenschengetue ist sowas von zum Kotzen. Geht es um Moslems, jubeln die Gutmenschen herum. Alle anderen Leute dagegen dürfen sich nicht rühren und sollen sich gefälligst von muslimischen Terroristen widerstandslos abknallen lassen. Hauptsache, man ist liberal und tolerant. In welcher Welt leben wir eigentlich?
Vor einiger Zeit berichtete ich davon, dass auch in meinem, vom Terror geplagten, Stadtteil eine Bürgerwehr aufgestellt werden sollte. Wir Bewohner erhielten e-mails mit langen Listen von Bedingungen: Polizeiliches Führungszeugnis und Teilnahme an einem Polizeikurs. Waffen durften getragen werden, denn wie schnell kann es zu einem weiteren Anschlag bzw. individuellen Bedrohungen kommen. Jedes Mitglied der Bürgerwehr fährt bei Polizeistreifen mit und hilft den Beamten bei der Sicherheit des Stadtteiles.
Der Kurs bei der Polizei sollte mehr als einen Monat dauern. Des Weiteren musste man sich verpflichten, des Abends eine vorgegebene Stundenzahl abzuarbeiten. Jeder Teilnehmer musste israelischer Staatsbürger sein. Alter und Geschlecht waren egal.
Am Ende kam die Mindestanzahl von 40 Freiwilligen nicht zustande. Zwar sahen wir ab und zu ein paar Bürgerwehrler herumlaufen oder Streife fahren; nach einiger Zeit jedoch verschwanden sie völlig aus dem Stadtteil. Überhaupt ist die Polizei nicht mehr allzu präsent, denn die Grenzpolizei der Armee übernahm das Zepter. Und wenn die Grenzpolizei da ist, bedarf es keiner Polizei oder privaten Helfern mehr.
Tagtäglich sehen wir also Grenzpolizisten mit dicken fetten Maschinengewehren, Jeeps und Gurte mit Tränengasgranaten um den Körper geschnallt. In anderen Stadtteilen hingegen gibt es, nach wie vor, Bürgerwehren, denn Polizei und Armee können nicht überall gleichzeitig sein.
Nicht weit entfernt, an der Jerusalemer Promenade (Tayelet), organisierte eine private Bürgerwehr Überwachungskameras. Immer wieder war es zu sexuellen Belästigungen seitens der Palästinenser gegeben. Besonders blonde junge Touristinnen hatten es ihnen angetan. Dazu Einbrüche in die umliegenden Häuser sowie Messerattentate auf jüdische Besucher der Promenade. Obwohl ein Polizeiposten nicht allzu weit entfernt liegt, gab die Polizei zu, dass man die Promenade nicht 24 Stunden überwachen könne. Dazu fehle das Personal. Und außerdem habe man im nahegelegenen Armon HaNatziv und in Abu Tur palästinensische Terrorbrennpunkte und da könne man nicht noch auf Touristen an der Promenade aufpassen. Vor ein paar Monaten dann ergriff eine private Bürgerwehr das Zepter an der Promenade und seither herrscht weitgehend Ruhe.
Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: