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Die Tourismuskrise an Weihnachten

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Photo: Miriam Woelke


Jerusalem / Agrippas Street

 

B“H
Das israelische Fernsehen brachte aktuell einen kurzen Bericht zur Tourismuskrise im Land. Wenigstens an Weihnachten hatte man in der Jerusalemer Altstadt mit dem üblichen Touristenandrang gerechnet, doch der blieb aus. Aufgrund der Sicherheitslage im Land, sprich, der massenhaften palästinensischen Messerattacken, hagelte es Absagen. Hotels und Hostels befinden sich eh in der Krise und wer die Tourismusindustrie rettet sind reisende Israelis. Die allerdings quartieren sich in jüdischen Unterkünften ein und ganz bestimmt nicht in arabischen wie am Jaffa-oder Damaskustor. Einmal davon abgesehen, dass arabische Hostels gar keine Israelis akzeptieren und nicht einchecken lassen! Umgekehrt sollte das einmal ein einziges israelisches Hotel wagen. Dann käme sofort die weltweite Rassismuskeule.
Welcher Tourist will sich beim Gang durch die Jerusalemer Altstadt ständig bedroht wissen? Und dann auch noch bei all den saftigen Abzockepreisen der Altstadthostels? Zimmer ohne Fenster, ohne Heizung und Warmwasser, dafür aber mit dreckigen Wolldecken. Und das alles, damit man an den christlichen Feiertagen in der Altstadt ist?
Der Fernsehbericht zeigte leere Gassen im christlichen Altstadtviertel. Dort, wo sich sonst an christlichen Feiertagen Tausende Touristen gegenseitig auf die Füße latschen und Gedrängel herrscht, ist jetzt gähnende Leere. Weder die palästinensischen Hostelbesitzer noch die ebenso palästinensischen Souvenirhändler im arabischen und christlichen Viertel machen irgendein Business. Viele Shops sind, mangels Kundschaft, geschlossen.
Damit haben sich die Palästinenser selber lahmgelegt. Erst tagtägliche Messerattacken und sonstigen Terrorismus veranstalten und dann erwarten, dass Tausende Touristen anrollen und Halligalli machen. Wer unbedingt den Terrorismus unterstützen will, der muss auch am Ende die Konsequenzen, sprich leere Kassen, tragen.
Aber nicht alle Touristen bleiben ausgerechnet wegen dem arabischen Terror fern. Die israelische Hotelindustrie verlangt deftige Preise und das Land ist vielen Leuten ganz einfach zu teuer. Teuere Unterkünfte und dazu die sauteuren Lebensmittelpreise. Da fliegt man dann doch lieber Pauschal nach Spanien.
Hinzu kommt, dass ab Mittwoch der Winter erneut einzieht. Heute und Morgen herrschen noch relativ warme Temperaturen (15-18 Grad Celsius in Jerusalem). Ab Mittwoch jedoch kühlt es sich ab und der Regen kommt. An diesem Schabbat soll es dauerregnen bei nur 7 Grad Celsius Tagestemperatur.
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2 Kommentare

  1. Schalom Miriam,
    nur mal so zwischendurch …
    … vielen Dank für deine so ausführliche Beiträge, über das aktuelle Geschehen im AREZ und in Jeruschalejim, welche wir (unsere Familie) immer sehr gerne lesen.

    Schalom ABA
    Zeev Baranowski
    und unsere ganze Mischpoche

  2. Miriam Woelke sagt:

    B“H

    Keine Ursache! 🙂

    Im Winter ist in der Stadt weitgehend tote Hose. Es ist kuehl und dieses Wochenende soll eiskalt, stuermisch und regnerisch werden. Hierzulande geht da kaum jemand auf die Strasse und man hockt lieber daheim mit einer heissen Suppe. 🙂

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