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Zum Schicksal der Jerusalemer EMEK REFA’IM STREET

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Keine Frage, die populäre Emek Refa’im Street in Jerusalem leidet. Noch bis vor wenigen Jahren galt sie als das, was die Shenkin Street in Tel Aviv darstellt. Ein IN-Treff, wo jeder herumschauen oder einfach nur gesehen werden wollte. Cafes, Restaurants und ein paar Krimskrams-Läden. Im Gegensatz zur Shenkin wird in der Emek Refa’im keine Mode gemacht. Stattdessen geht es vorwiegend ums Kulinarische.
Inmitten der German Colony und zwischen den Stadtteilen Baka, Old Katamon, der Greek Colony sowie Katamonim und Talpiyot nebendran, war die Emek Refa’im einst DER Treffpunkt. Vor allem abends war alles rappelvoll. Seit der Eröffnung des Kulturzentrums Alter Bahnhof nicht weit entfernt, geht es mit der Emek Refa’im allmählich bergab. Obwohl der Alte Bahnhof nicht viel zu bieten hat, besitzt er dennoch eine tolle Atmosphäre. Das gesamte Areal des ehemaligen Jerusalemer Bahnhofs wurde ausgebaut und mit Restaurants und Cafes bestückt. Mittendrin befindet sich ein größerer Platz mit Bühne und ständig werden Tanzkurse, Konzerte, Filme oder Theateraufführungen geboten. Dazu kostenlose Ausstellungen aller Art.
In der Emek Refa’im hat man stets das Gefühl, sich in ein Cafe setzen zu müssen, um irgendwie dazuzugehören. Zum Alten Busbahnhof hingegen kann man auch ohne Geld gehen, denn der Wander-bzw. Bikerpfad bis hinunter nach Malcha bietet alles Mögliche an Natur. Oder man schaut kostenlos bei den Kulturangeboten wie Live-Musik, Ausstellung oder Film vorbei.
Seit Jahren werden in der Emek Refa’im ständig neue Restaurants aufgemacht, die dann nach einem Jahr wieder verschwunden sind. Die Lokalität innerhalb der Straße spielt die ausschlaggebende Rolle, denn befindet sich das Restaurant nicht direkt in der Straßenmitte, wo der meiste Publikumsverkehr herrscht, hat der Inhaber schon verloren. Bestes Beispiel die CINNABON Filiale. Sie lag etwas abseits vom Geschehen und ein Jahr lang dümpelte sie fast ohne Kundschaft so vor sich hin. Aber Cinnabon steht nicht allein und viele sehen die Emek Refa’im schon sterben.
Wer noch so richtig Umsatz macht: Das alteingesessene Cafe CAFFIT, die BURGERSBAR, das Sushi Restaurant schräg gegenüber vom Cafe AROMA und das AROMA selbst. Ein neuer profitabler Lichtblick ist aktuell das KAMPAI. Hier gibt es asiatische Küche zu normalen Preisen. Einmal war ich bereits da und es hat mir super gefallen. Neben Fleischgerichten gibt es genauso vegan. Ich bin kein Veganer und mein Tokio Gericht mit Fleisch war lecker. Kampai ist Koscher le’Mehadrin mit Zertifikat vom Oberrabbinat Jerusalem!
Keine Frage, Kampai wird es schaffen und nimmt der Burgersbar nebenan erst einmal eine Menge Kundschaft weg, denn die asiatische Küche bietet ebenfalls Burger. Die Burgersbar selber ist gut, aber wahnsinnig teuer und der Kunde muss sich auf längere Wartezeiten einrichten.

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Im KAMPAI

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

Tot ist die Emek Refa’im noch lange nicht, aber eine Monopolstellung besitzt sie nicht mehr. Die Konkurrenz am nahegelegenen Alten Busbahnhof schläft nicht und junge Leute haben eh längst eine neue Attraktion gefunden: Die Bars im Machane Yehudah Markt. Dort ist abends Halligalli und Live-Musik.

Das Leid der Emek Refa’im Street

http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/204968

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