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Armut in Israel: 2,4 Mio Israelis kommen gerade so über die Runden

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B“H
Neulich erst berichtete ich vom aktuellen israelischen Armutsreport. Hilfsorganisationen wie LATET zweifeln jedoch an der Korrektheit des offiziellen Reports ausgestellt von der Nationalversicherung Bituach Le’umi. Die Anzahl jener Einwohner, welche unter dem Existenzminimum leben, liege viel höher als angenommen. Grund sei das wage Berechnungssystem der Bituach Le’umi, welches offenbar nicht alle bestehenden Fälle mit einbezieht.
Da sich eine Freundin von mir aktuell immer noch auf Wohnungssuche befindet und fast alle normalen 3-Zimmer-Wohnungen in Jerusalem erst ab 5000-7000 Schekel zu haben sind, fragen wir uns schon, wer sich das noch leisten kann. Jeder Mindestlohnverdiener oder Normalverdiener muss sich offenbar mit einer Klitsche für 3000-4000 Schekel begnügen. Stets von der Angst verfolgt, die Miete könne auch nur um 100 Schekel steigen.
Kein alleinstehender Normalverdiener kann sich eine Miete von 5000 Schekel leisten. Bei Ehepaaren geht ein Gehalt nur für Miete und Rechnungen drauf. Wo aber bleiben all die Sozialhilfeempfänger und Geringverdiener? Auf diesem Mietsektor läuft fast gar nichts mehr außer Kellerloch oder WG.
Zu viel Miete sollte man eh nicht zahlen, denn die Lebensmittelpreise liegen extrem hoch. Wer Kinder hat und die Schulen zahlen muss, steht völlig auf dem Schlauch. Nicht wenige Rentner sitzen bei der Kälte ohne Heizung daheim, denn die Elektroheizungen fressen zu viel Strom und wer soll das hinterher bezahlen?
Im Küstenbereich verteilen soziale Einrichtungen Wolldecken, denn Heizungen wären zu teuer. Knessetpolitiker interessiert das alles wenig. Im Gegenteil, denn es hiess sogar, der Bericht der Bituach Le’umi sei falsch und es gehe allen Israelis gut. Wer allein durch Jerusalem geht, erhält den Eindruck als sei die halbe Stadt auf Stütze.
Unsere Politiker wissen nicht, was im realen Leben abgeht. Und niemand interessiert sich dafür. Seitens des linken Ya’ir Lapid hiess es immer, die Leute sollen arbeiten. Das tun sie ja, doch reicht das niedrige Gehalt kaum für die Miete. Geschweige denn zum Leben bis zum Monatsende. Die Ausgaben steigen, aber der Lohn bleibt immer gleich.
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