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Der israelische Armutsreport 2014 wurde veröffentlicht

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Die israelische Nationalversicherung Bituach Leumi veröffentlichte jetzt den Armutsreport für das Jahr 2014. Demzufolge leben 444,900 Familien unter dem Existenzminimum. Das macht 1,709,300 Menschen, darunter 776,500 Kinder. Die Anzahl jener Menschen, die unterhalb des Existenzminimums leben, stieg gegenüber dem Vorjahr 2013 leicht an.
Besonders von der Armut betroffen sind haredische (Ultra-orthodoxe) Familien sowie palästinensische Familien. Allerdings ist es immer mehr die israelische Mittelschicht, die um ihre Existenz bangen muss und in die Armut absacken könnte. An erster Stelle aufgrund eines Arbeitsplatzverlustes oder aufgrund einer Ehescheidung. Gerade alleinerziehende Mütter fallen nach einer Scheidung sofort in die Armut.
Selbst wenn in der Familien Ehemann und Gattin arbeiten, reicht das Doppeleinkommen oftmals nicht mehr zum Leben. Die Mieten steigen und steigen, Schulen und Kindergärten kosten Geld, dazu die extrem hohen Lebensmittelpreise und alle sonstigen Kosten.
Das gesetzliche Mindesteinkommen von 4650 Schekel reicht gerade einmal so für die Miete. Es gibt eine gesetzliche Mindestrente von der Bituach Leumi, doch wer nur diese bezieht, kommt völlig unter die Räder. Das reicht nicht zum Leben und noch nicht einmal zum Sterben.
Wer als Arbeitnehmer monatlich in die Rentenversicherung der Firma Migdal und anderen Firmen einzahlt, wird sich im Alter wundern, denn private Rentenanbieter zocken richtig ab. 30% der Jahreseinzahlung gehen gewöhnlich an Gebühren drauf, ohne dass der Einzahler das Geld jemals wiedersieht. Deswegen sollten sich die Einzahler keine großen Hoffnungen auf ein angenehmes Rentnerdasein machen.
Der Lebensstandard erhöht sich, doch die Armut im Land wächst weiter. Den ganzen Report der Bituach Leumi gibt es hier in hebräischer Sprache:
http://www.btl.gov.il/Publications/oni_report/Documents/oni2014.pdf
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