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Benjamin Netanyahu will, dass französische Juden nach Israel ziehen

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B“H
Seit Monaten liegt die Einwanderungsquote französischer Juden höher als die der Russen. Aktuell heißt es, dass 80% aller Juden in Frankreich eine Auswanderung nach Israel ins Auge fassen. Gleichzeitig beklagen viele von ihnen, dass Premier Netanyahu zwar massig Werbung für ein Leben in Israel betreibt, doch wenn dann die Juden wirklich einwandern, es an Ressourcen und Logistik mangelt.
In bestimmten Gebieten Israels herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit und erschwingliche Wohnungen findet man nur noch schwer. Zwar gibt es hierzulande kein so drastisches Maklerproblem oder Wohnungsbesichtigungen für Menschenmassen, dafür jedoch verlangt der Vermieter häufig zwölf Schecks im Voraus. An jedem 1. des Monats löst er einen Scheck zwecks Mietzahlung ein. Auch ist es gang und gäbe, dass ein oder zwei weitere Personen den Mietvertrag als Bürgen mit unterschreiben. Bei den Bürgen soll es sich in der Regel um israelische Staatsbürger handeln. Schufa gibt es nicht, aber dafür halt die Mietbürgen.
Neueinwanderer haben in den meisten Fällen Probleme mit der hiesigen Landessprache Hebräisch und es ist keineswegs so wie in Deutschland, dass sich alle umstellen, nur weil da ein neuer Bürger von irgendwoher auf der Matte steht. Der Neueinwanderer muss sich anpassen und, falls nötig, mit Händen und Füßen kommunizieren. Wem es nicht passt oder wer nicht klarkommt, kann ja wieder heimfliegen. Viele Neueinwanderer haben genau das praktiziert und sind enttäuscht wieder gegangen. Andere mäkeln jahrelang herum und wieder anderen, wie mir, gefällt es und bleiben. Eine Auswanderung in ein anderes Land sollte nie unterschätzt werden. Das Heimweh übrigens auch nicht, denn das kommt und kann sehr schmerzvoll sein. 🙂
Zukünftig werden wohl vermehrt europäische Juden nach Israel auswandern, denn die islamische Bedrohung wird gerade in Europa immer stärker. Trotz aller Versprechungen der israelischen Regierung steht der Neueinwanderer dennoch alleine da und es wird erwartet, dass er sich einlebt und in die Gesellschaft integriert. Auch, dass er mindere Jobs annimmt und erst einmal bescheiden lebt. Das ganze Land besteht aus Neueinwanderern und niemand sollte einen Bonus oder besondere Behandlungen erwarten.
Das Wohnungs-und Jobproblem wird sich so schnell nicht auflösen und man muss halt schauen, dass man über die Runden kommt. Dennoch ist mir das Leben in Israel Tausendmal lieber als das in einem dahinsiechenden Europa.
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