Leben in Jerusalem

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Zum Tod von Rabbanit Henny Machlis

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Photo: Baltimore Jewish Life
B“H
Fast Dreißig Jahre schon bewirtet die Jerusalemer Machlis Family unendlich viele Gäste am Schabbat. Rabbi Mordechai und Henny Machlis zogen einst von New York nach Jerusalem und seither finden an JEDEM Schabbat (außer Pessach) die berühmten Schabbatmahlzeiten für jedermann statt. Mittlerweile sind die Machlises auch die Einzigen, die am Schabbat Nichtjuden empfangen, denn alle anderen Plätze lassen keinerlei Nichtjuden mehr zu. Entweder ist das Geld knapp oder Nichtjuden hinterliessen keinen guten Eindruck, da sie mit missionarischen Sprüchen oder Smartphones und Photokameras am Schabbat aufwarteten. Bei den Machlises war dieses Verhaltensmuster auch nicht egal und man wies diverse Nichtjuden an, die Smartphones in die Tasche zu stecken. Nicht immer nützte dies etwas und seit geraumer Zeit scheren sich viele nichtjüdische Gästealles keineswegs um einen jüdischen Schabbat, sondern erscheinen nur eben mal so, um ein kostenloses Essen einzusacken. Leider muss man das so ausdrücken!
In der jüdischen Welt ist die Machlis Familie nicht nur dafür bekannt, dass es in ihrem Haus Schabbatmahlzeiten gibt, sondern man schaut hinter die Fassade, die da eine Menge Chesed (Güte) bedeutet. Die Machlises helfen allen, die da vor ihrer Türe stehen. Egal wie. Viele Juden kommen mit den unterschiedlichsten Problemen zu ihnen und Rabbi Mordechai und seine Frau Henny finden stets hilfreiche Worte. Ihre Chesed geht weit über die wöchentlichen Schabbatmahlzeiten hinaus, was vielen Schabbatgästen zumeist unbekannt bleibt. Die Familie legte nie Wert darauf, berühmt zu sein bzw. als prominent zu gelten. Jeder ist im Machlis Haus willkommen und die Machlises sind und bleiben immer ganz normale Leute, die da anderen Menschen helfen.
Vor circa zwei Jahren erkrankte Henny Machlis und seit dem Zeitpunkt begann die grausame Zeit des Hoffens. Sie wurde in einem Jerusalemer Krankenhaus behandelt und später verbrachte sie die meiste Zeit in einem New Yorker Krankenhaus. Vor Sukkot kam Henny zurück nach Jerusalem, wo sie am letzten Freitag verstarb.
Ihr Tod hinterläßt uns alle komplett fassungslos, denn die Machlis Family schien unantastbar und ewiglich. Sie sind einfach immer da und bei Henny sah man nie ein Anzeichen der Alterung. Sie schaute immer gleich aus und empfing jeden mit einem strahlenden Gesicht.
Henny hinterläßt vierzehn Kinder, unzählige Enkel und ihren Mann, Rabbi Mordechai Machlis.
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