Leben in Jerusalem

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Warum berichten die israelischen Medien nicht detalliert über den alltäglichen palästinensischen Terror in Jerusalem?

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Photo: Miriam Woelke
 März 2014: In meinem Stadtteil fackeln Palästinenser mehrere geparkte israelische PKWs ab. Wurde davon in den Medien berichtet? Nein!
B“H
Auf Twitter fragte mich ausgerechnet ein gebürtiger Israeli, warum man allein von dem palästinensischen Terror in meinem Stadtteil nichts in den Medien hört. Ein Außenstehender aus Tel Aviv, Beersheva oder Kfar Saba weiss nichts von dem täglichen palästinensischen Terror in Jerusalem, welchen wir in der Hauptstadt seit 1,5 Jahren erneut durchmachen. Keine abgefackelten Fahrzeuge oder Molotow Cocktails in der Berichterstattung. Wenn es denn einmal, wie im Jerusalemer Stadtteil Armon HaNatziv, zu bunt wird und die Stadtverwaltung gezwungen ist, in der Me’ir Nakar Street einen vier Meter hohen Drahtzaun hochzuziehen, dann wird ggf. schon mal berichtet. Ansonsten tote Hose und die Mengen an Molotow Cocktails auf jüdische Wohnhäuser interessiert weder die Knesset noch den israelischen Otto Normalverbraucher. All die Vorfälle passieren tagtäglich und man gewöhnt sich selbst an den wiederaufgenommenen Raketenterror aus dem Gazastreifen. Wenn nicht gerade ein Israeli zu Tode kommt oder einem palästinensischen Lynchmob entkommt, reagieren die hiesigen Medien gar nicht.
Gestern Abend hörte ich im arabischen Teil von Abu Tur mehrere Explosionen und per Twitter stellte sich heraus, dass die Palis randalierten und drauf und dran waren, mehrere israelische Polizisten zu lynchen. Ich muss sagen, dass die Sicherheitskräfte binnen einer Minute vor Ort waren. Unser Stadtteil wurde gestern eh den ganzen Tag lang bewacht, nachdem am Montagabend ein Molotow Cocktail auf unser Haus geflogen war und das Dach Feuer fing. Dabei geht es uns noch gut, denn die Bewohner der nicht allzu weit entfernten Me’ir Nakar Street machen seit über einem Jahr die Hölle mit. Täglich Molotow Cocktails auf ihre Wohnungen und eingeworfene Fensterscheiben. Ab und zu auch mal ein Geschoß durchs Fenster. Jetzt endlich reagierte die Stadtverwaltung und ließ einen vier Meter hohen Zaun errichten, der die Geschosse abfangen soll.
Die Me’ir Nakar Street trennt den jüdischen Stadtteil Armon HaNatziv vom palästinensischen Jabal Mukaber. Auf der einen Straßenseite leben Juden und auf der anderen beginnt ein palästinensischer Stadtteil.
Meine Vermieterin will jetzt auf Eisenbarrikaden an unseren Fenstern anbringen lassen, damit Steine und Molotow Cocktails nicht ins Haus eindringen. Eine Nachbarin ganz unten im Haus öffnet ihre Metallläden vor den Fenstern so gut wie nie, denn täglich fliegen Steine auf ihre Fenster. Einer UN Family unter uns flogen mehrere dicke Steine auf den Balkon. Das war am Sonntagabend und ich hörte es krachen, dachte jedoch, es sei wieder unten im Parterre.
Sobald es dunkel wird, rasten die Palästinenser aus und schlagen alles kaputt, was sich ihnen in den Weg stellt. Wenn ich aus dem Haus gehe bzw. heimkomme, muss ich stets aufpassen, ob ein Pulk Palis unterwegs ist. Mehrere Male schon ging ich in fremde Hauseingänge und wartete, bis die Palästinenser vorbeigezogen waren.
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6 Kommentare

  1. Warum berichten die Medien nicht? Irgendwo habe ich gelesen, dass sogar ein örtlicher Bürgermeister die israelische Bevölkerung aufgefordert hat, Waffen beim Gang in die Stadt einzustecken, zur Sicherheit. So was bleibt doch nicht geheim. Warum sagen die Medien nichts?

  2. Miriam Woelke sagt:

    B“H

    Weil unsere Medien linksaussen sind und alles Friede, Freude, Eierkuchen reden. Das ist so wie in Deutschland, wo auch nur berichtet wird, wie super die neuen Migrantenmitbewohner sind und was sie doch fuer Facharbeiter und Akademiker sind. 🙂

    Es war der Jerusalemer Buergermeister Nir Barkat, der sagte, jeder jued. Bewohner der Stadt solle eine Waffe tragen. Ich ueberlege mir schon, beim Innenministerium einen Waffenschein zu beantragen, denn ich wohne in einem der Brennpunkte.

  3. Hallo Miriam, wenn dir soviel an der medialen Berichterstattung aus deinem Stadtteil liegt, warum gibst du deine Infos dann nicht an die Redaktion der Israel-Nachrichten weiter? Würde mich schon interessieren, weil dir die der Existenz der Zeitung bekannt ist und wir darüber per eMailkommuniziert hatten. Gruss & Shalom Shabbat, Dean.

  4. Miriam Woelke sagt:

    B“H

    Da hast Du was falsch verstanden, denn es geht mir nicht um eine mediale Berichterstattung aus meinem Stadtteil. Es waere jedoch gut, wenn die hiesigen Medien oefter ueber alle, vom palaestinensischen Terror betroffenen Stadtteile wie Armon HaNatziv, Gilo, Pisgat Ze’ev, Neve Yaakov, French Hill oder Abu Tur berichtet.

    Deutsche Israel-Zeitungen lese ich gar nicht. Das habe ich alles live hier.

  5. Miriam Woelke sagt:

    @ Dean

    Waffen kann nicht jeder Jerusalemer einfach so tragen. Der Buergermeister vielleicht, den man neuerdings mit Maschinenpistole sieht. Otto Normalverbraucher jedoch kann nicht eben mal so Knarre kaufen gehen.

    Dazu bedarf es eines offiziellen Waffenscheins ausgestellt vom Innenministerium. Und den Waffenschein erhalten nur Israelis, die mindestens drei Jahre Staatsbuerger sind, nicht kriminell auffielen, bei Security Firmen arbeiten oder in besonders gefaehrdeten Terrorgebieten leben wie Siedlungen oder terrorbedrohte Stadtteile. Ob unser Stadtteil dazugehoert, weiss ich nicht. Eine Bekannte wohnt in Nof Zion bei Armon HaNatziv und die erhielt jetzt einen Waffenschein. Schiessunterricht gehoert auch dazu.

    Was eine Menge Jerusalemer dagegen tun (und ich auch): Pfefferspray kaufen. Viele Geschaefte sind schon ausverkauft.

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