Leben in Jerusalem

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Messerattacke bei der Jerusalemer Gay Parade

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B“H
Am vergangenen Donnerstagabend war in Jerusalem Gay Parade angesagt. Ich habe keine Ahnung, wo genau die kurze Strecke der Parade verlief, doch rief mich eine Freundin an, mit der ich jeden Donnerstagabend in einen Discounter einkaufen gehe: Sie käme mit dem Bus nicht weiter, denn die gesamte Keren HaYesod (eine der Hauptverkehrsadern der Stadt) sei total gesperrt. Der Busfahrer habe alle Fahrgäste am Paris Square hinausgeworfen und die Türen zugemacht. Jene Fahrgäste, die vollgeladen vom Machane Yehudah Markt kamen und womöglich in den weiter entfernten Stadtteilen Arnona, Talpiyot, Gilo sowie Armon HaNatziv wohnten, hatten das Nachsehen. Jetzt durften sie nämlich mit ihren schwerbeladenen Einkaufswagen nach Hause laufen. Und wer in letzteren beiden Stadtteilen wohnt, findet das gar nicht lustig.
Unterdessen wartete ich am Alten Bahnhof auf meine Freundin, die sich entschieden hatte, die Strecke zu Fuß zurückzulegen. Die Stadtverwaltung hatte nicht bekannt gegeben, dass am Abend eine Gay Parade stattfindet und das Busse lahmgelegt werden. Der Donnerstagabend gilt in Israel als Wochenendbeginn und alles fährt zum Einkaufen oder geht halt aus. Mittendrin eine Gay Parade und nichts ging mehr.
Als ich am nächsten Morgen hörte, dass jemand mit einem Messer auf die Gays eingestochen hatte, dachte ich zuerst, jemand von den Busfahrgästen wäre ausgerastet, was mich nicht verwundert hätte. Allerdings handelte es sich bei dem Täter um jenen durchgeknallten Haredi, welcher vor genau zehn Jahren am selben Ort schon einmal um sich stach und seither im Knast saß. Vor drei Wochen wurde er wegen guter Führung entlassen und am Donnerstagabend hatte er nichts Besseres zu tun als die Tat zu wiederholen. Das Resultat: Sechs Verletzte, davon ein 16 – jähriges Mädchen schwer.
Zuerst einmal muss ich sagen, dass es in Jerusalem keine Gay Parade geben sollte. In Tel Aviv JA, aber nicht in Jerusalem. Falls doch, dann außerhalb der Innenstadt, wo die Gays niemanden stören und nicht der Feierabendverkehr wegen ein paar hüpfender Männer im Bikini lahmgelegt wird. Vor ein paar Jahren wurde die Gay Parade schon einmal ins kleine Fußballstadion von Givat Ram verlegt. Dort ist zu der Zeit kaum ein Mensch und dort können sich die Gays super ausleben.
In Jerusalem gleicht die Gay Parade dem Spucken in G – ttes Gesicht, was allerdings noch lange kein Grund ist, auf die Gays einzustechen. Leider gibt es immer wieder einmal einen Idioten, der sich nicht zurückhalten kann.
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Trauriger Nachtrag:
Die 16 – jährige Shira Banki erlag gestern ihren schweren Stichverletzungen
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/198930#.Vb5DxPnDHaI
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