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Das jüdische Altstadtviertel in Jerusalem, Ramadan & Tourismus

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Die muslimische Welt feiert Ramadan und die israelische Regierung tut seit dem Beginn des Ramadan alles nur Erdenkliche, um allen Moslems fast ungehinderten Zugang zum Tempelberg zu ermöglichen. Ebenso ungehindert dürfen palästinensische Reisebusse aus der Autonomie nach Israel einreisen und in der Derech Hebron Street stauen sich seit Wochen diese Reisebusse auf ihrem Weg zum Tempelberg. Und das den ganzen Tag über bis spät in die Nacht hinein. Tausende Palästinenser aus ganz Israeli und der Autonomie (sogar aus Gaza) reisen an, um, u.a., abends am Tempelberg zu essen.
Eine Menge israelischer Polizisten und Grenzsoldaten bewachen die Altstadt. Insbesondere das Jüdische Viertel. Seit dem Beginn des Ramadan gab es unzählige Terroranschläge, bei denen mehrere Israelis ums Leben kamen. Gar nicht erst zu reden von dem tagtäglichen Terror, welchen die Palästinenser hier in Jerusalem abziehen. In Stadtteilen wie Pisgat Ze’ev, Abu Tur, Armon HaNatziv oder Gilo gehören eingeschlagene Autoscheiben, Molotow Cocktails oder fliegende Steine fast zum Alltag. Netanyahu will die Situation „ruhig“ halten und Molotow Cocktails stehen in unserer Stadt bereits für „ruhig“. So sehr haben wir uns an den arabischen Terror gewöhnt !
Gestern Abend ging ich an die Klagemauer (Kotel) und was ich auf meinem Weg dorthin durch das Jüdische Viertel sah waren tonnenweise Araber, die das Jüdische Viertel passierten, um zum Tempelberg zu gehen. Ein Paradox, denn sobald auch nur ein Jude seinen Fuß auf den Tempelberg setzt, brüllen die Palästinenser „Allah Akbar“ und sind bereit zur Lynchjustiz. Durchquert ein Araber hingegen das Jüdische Altstadtviertel geschieht gar nichts. Keine Schreie von Passanten. Nichts. Palästinensern ist es sogar erlaubt, an der Klagemauer entlangzugehen. Über den Plaza davor, jedoch dürfen sie nicht direkt vor der Klagemauer stehen, wo alle anderen Leute beten. Welchen Grund hätten sie, das zu tun ? Moslems haben mit Jerusalem überhaupt nichts zu tun und Jerusalem ist kein einziges Mal im Koran erwähnt.
Während der Sommermonate ist Jerusalem normalerweise voller Touristen und Hostels und Hotels sind ausgebucht. Seit dem Sommer 2014 ist das anders. Der Krieg mit Gaza schreckte die Touristen ab und die Tourismusbranche hat sich davon noch lange nicht erholt. Die Altstadt ist wie leergefegt und viele Shops machen bereits am Spätnachmittag dicht. Wo sich sonst die Menschenmassen gegenseitig auf die Füsse trampeln, herrscht jetzt gähnende Leere. Wen ich sah waren jüdische Bewohner, die endlich einmal Platz auf den Sitzbänken haben und Polizisten, die da aufpassen, dass kein vorbeilaufender Araber plötzlich auf Juden losgeht. Touristen dagegen waren Mangelware.
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Photo: Miriam Woelke
Der Square im Jüdischen Altstadtviertel mit der Hurva Synagoge.
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