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Tel Aviv: „Hostel oder Strand ?“

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Photo: Miriam Woelke

 

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Soll ein Backpacker Geld in ein Hostelzimmer oder Dormitory investieren oder lieber doch gleich am Strand nächtigen ? Immerhin sind die Sommernächte in Tel Aviv schwül und mehr als warm. Dazu gibt es kostenlose Strandduschen und Toiletten (gegen 1 Schekel oder so). Zur Not kann man ja auch ins Meerwasser steigen, wobei sich viele Tel Aviver schon seit Jahren beschweren, dass zuviele Strandbesucher ihre Bedürfnisse im Wasser erledigen, anstatt aufs Klo zu gehen. Hinzu kommt, dass mehrere Abwasserrohre am Strand entlangfliessen (siehe Bugrashov Strand) und das Meer drumherum zu einer Kloake machen. Aber ich will hier keinem Touristen seinen Beach Fun verderben. 🙂

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Mit Romantik und so kann der Strand von Tel Aviv nicht gerade glänzen. Im Grunde genommen ist der Sandstrand recht schmal und auf der einen Seite sehen wir das Mittelmeer, drehen wir uns um, so blicken wir auf hässliche Hochhausfassaden. Beliebt ist der Gehweg am Strand entlang: Von Tel Aviv bis zum nahegelegenen Hafen der Stadt Yaffo. Der Hafen hat die beste Zeit hinter sich und was man sieht, sind ein paar olle Fischkutter. Aber immerhin etwas romantisch.
Verfügt Ihr nur über ein begrenztes Budget, meidet all die Strandbars und Cafes. Überteuert und hier werdet Ihr über den Tisch gezogen. Was ich mit meinem Geiz mache ist, mir bei Cafe Aroma (im Opera House) einen Milchkaffee To Go zu kaufen und dann hocke ich mich an den Strand in den Sand. Wenn ich etwas essen will, so besorge ich mir vorher etwas auf dem Carmel Markt, der ebenfalls nicht weit vom Strand entfernt ist. Aber wie gesagt, dass ist meine Meinung und nicht alle sind so geizig wie ich. 🙂
Das warme schwüle Sommerwetter lädt direkt dazu ein, am Strand zu nächtigen. Nicht wenige Touristen finden kurz vor Schabbatbeginn kaum mehr freie Hostelzimmer und schlagen deswegen ihre Zelte am Strand auf. Erlaubt ist das, aber Ihr solltet dabei mindestens zu zweit sein. Allein am Strand pennen ist gefährlich, denn Ihr seid dort nicht allein. Die Dunkelheit zieht eine Menge obskurer Gestalten an. Von Junkies bis hin zu Perversen.
Wer dann doch allein am Strand schlafen will, legt sich an zentrale Orte wie die amerikanische Botschaft. Dort ist immer Sicherheitspersonal und besonders weibliche Backpacker fühlen sich sicherer jemanden in der Nähe zu wissen. Ein Seniorenbackpackerin sagte mir einmal, dass sie sich einsame Orte suche. Außerhalb des städtischen Strandgeschehens, denn da fühle sie sich sicherer und außerdem kämen da keine Störer vorbei. Falls Ihr das auch tun wollt, so haltet Euch jedoch vom Stadtteil Tel Baruch bzw. dem Tel Aviver Hafengebiet fern, denn dort treiben sich abends die echten Perversen herum. An erster Stelle KOCKSIS – Transvestiten.
Ich persönliche ziehe Hostels vor und habe nur einmal am Strand gepennt. Es geht doch nichts über ein richtiges Bett. Selbst ein wackliges Dorm Bett ist immer noch besser als die Iso – Matte und ein schmerzenden Rücken am nächsten Morgen.
Wer es billig will: Das Sky oder Momo’s Hostel. Zwei Hostel, ein Familienbetrieb. Ich weiss, nicht immer sauber und luxuriös, aber es ist ja nur für eine Nacht. Wer es ruhiger sucht, nehme das Sky, denn Momo’s ist eine Absteige für junge Backpackergruppen, die abfeiern wollen.
Schon seit längerem übernachte ich nicht mehr außer Haus, denn daheim habe ich eine super Doppelbettmatratze, die ich nicht missen möchte. Hostel – oder Hotelmatratzen dagegen finde ich ekelhaft und ich lege mir dort stets ein extra Bettlaken drunter.
Falls Ihr den Strand vorzieht, so legt Euch auf eine Decke und auf eine Iso – Matte, denn es kriechen eine Menge Insekten herum, die furchtbar zubeissen. Auf Wertsachen müßt Ihr selber aufpassen, denn, soweit ich weiss, sind keinerlei Schliessfächer vorhanden. In den Hostels dagegen schon. Im Sky und Momo’s könnt Ihr an der Rezeption Eure Wertsachen in einem Safe deponieren. Kostenlos !
Wenn Ihr Euch für ein Hostel entscheidet: Ein eigenes Zimmer ist wesentlich besser als ein Dorm Bed. Als ich in Dormitories schlief, war garantiert immer eine Tussi unter den Zimmergästen, die quakte, ihr sei kalt oder draußen sei zuviel Straßenlärm. Dann musste das Fenster selbst bei 30 Grad geschlossen werden. Solche Leute kann ich ja absolut nicht verknusen, denn bei mir sind, Sommer wie Winter, die Fenster offen.
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