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Christliche Touristen & Ostern in Jerusalem

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20130414_131224Photo: Miriam Woelke
B“H
Demnächst werden sie wieder anrollen: Tausende christliche Touristen kommen in die Jerusalemer Altstadt, um dort ihr Osterfest zu feiern. Und wie in jedem Jahr gebe ich auch wieder mal meinen Senf dazu:
Solltet Ihr noch kein Hostel gebucht haben, schaut es schlecht aus. Normalerweise sind all die billigen Altstadthostels schon Wochen vor Ostern restlos ausgebucht. Ein englischer Bekannter von mir lebte einmal in einem arabischen Hostel und aus der Zeit weiss ich, dass eine junge deutsche Touristin massig Geld zahlte, nur damit sie sich des Abends im Computerraum untergebracht sah. Mit einem Schreibtisch, auf dem der Hostelcomputer stand, und einer Matratze auf dem Fussboden. Ich glaube, sie nächtigte dort zwei Tage und ihr wurden mindestens 100 Euro abgeknöpft ! Genauso viel Geld wie für ein kleines Privatzimmer nur, dass sie halt nur abends auf ihre Matratze konnte. Tagsüber benutzten die Hostelgäste den Computer und da musste sie raus. Und das alles, weil die Altstadt ausgebucht war.
Wer nicht in eines der dreckigen Altstadthostel will, der checke im Avraham Hostel in der Neustadt ein. Sauber, faire Preise und mit gutem Frühstücksbuffet. Alles inklusive und keine Aufpreise wie in den arabischen Hostel, wo kaum feste Preiselisten vorhanden sind. Lasst Euch bloß nicht am Jaffator von einem der vorwiegend illegal agierenden Palästinenser ins Petra oder Jaffa Gate Hostel abschleppen. Sobald Ihr mit einem dieser Schlepper auftauchen, zahlt Ihr pro Nacht einen saftigen Aufpreis, denn das Hostel muss den Schlepper bezahlen.
Im Bazar werden Euch gefakte handgeschnitzte Statuen angeboten. Made in China oder wo auch immer. Zahlt dort auf keinen Fall mehrere Hundert Euro oder Dollar. Der Krempel fast immer nur 10 Euro (wenn überhaupt) wert.
Ostern in der christlichen und arabischen Altstadt bedeutet Big Business und fette Abzocke. Passt auf Euer Portemonnaie auf und lasst Euch nicht bequatschen !
Im jüdischen Altstadtteil sowie in der Neustadt werden die jüdischen Pessach – Feiertage begangen. Dementsprechend teuer ist es im Jewish Quarter. Wer abends ausgehen will, gehe in die Neustadt oder in eines der Cafes in der Mamilla Mall (vor dem Jaffator außerhalb der Stadtmauer). Cafe Aroma ist am Günstigsten. Wer knapp bei Kasse ist, der gehe in der Jaffa Road oder in der Ben Yehudah zu COFIX, COFIZZ oder COFFEE & CAKE. Alles 5 – Schekel – Ketten, wo Ihr billig Kaffee, Sandwiches oder kleine gekochte Suppen kaufen könnt. So billig bekommt Ihr es nirgendwo anders.
Über all die Jahre hinweg hörte ich von vielerlei Touristen, dass die Kirchen in der Altstadt Euch ebenso ausnehmen. Insbesondere in der Grabeskirche scheint die Abzocke zu blühen. Meidet daher selbsternannte private Guides oder gefakte Priester, die Geld von Euch wollen.
Ich erlebe es immer wieder, dass viele Touristen gar nicht wissen, wie teuer Israel ist. Und hiermit meine ich insbesondere Lebensmittel. Wer sich gerade mal so ein Flugticket leistet, in Israel selbst aber fast hungert, um eine Hostel Dormitory zu zahlen, der sollte, meiner Meinung nach, lieber daheim bleiben. In den Urlaub fahren ohne Geld ist auch scheisse !
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