Leben in Jerusalem

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Vorsicht bei der Aliyah und der Connection Jewish Agency – Christliche Missionare !

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Nach einer kalten verregneten Nacht ist heute alles eitel Sonnenschein. Jedoch nicht lange, denn ab Mittwoch nimmt das Winterwetter erneut seinen Lauf. Wir befinden uns mitten im Monat Februar und da ist das in Jerusalem ganz normal, wenn es schüttet, kalt ist und sogar hagelt. Ob wir am Donnerstag nochmal Schnee bekommen, steht noch nicht genau fest.
Unterdessen wirbt Netanyahu mächtig bei den europäischen Juden. Die nämlich sollen, im Angesicht des islamistischen und sonstigen alltäglichen Antisemitismus, nach Israel ziehen. „Endlich nach Hause“, so drückt sich Bibi aus.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Tatsächlich zeigt sich eine hohe Anzahl französischer Juden an einem Wohnungskauf in Israel interessiert. Ob die jedoch ganz nach Israel ziehen ist fraglich, denn immerhin hat man in Frankreich vielleicht einen guten Job. Und die gekaufte Immobilie ist nur für den Fall eines Falles. Somit steht die Wohnung dann auch weitgehend leer und israelische Kaufwillige haben das Nachsehen. In einigen Jerusalemer Gegenden wie Mamilla herrscht jetzt bereits Geisterstimmung. Alles von Diasporajuden gekaufte Luxuswohnungen, aber die Bewohner leben, nach wie vor, im bequemen Ausland und lassen sich höchstens einmal an den hohen jüdischen Feiertagen blicken.

 

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Photo: Miriam Woelke
Im Vordergrund: Mamilla Luxuswohnungen. Im Hintergrund das King David Hotel.

 

Obwohl die Knesset viele Millionen Schekel für die Aufnahme von Diasporajuden bereitstellen will, die Realität läßt sich nicht wegignorieren: Wer als Juden nach Israel auswandert (sprich, Aliyah macht), sollte dies aus einer gewissen Überzeugung heraus tun. Wenn jemand nur kommt, weil er in seiner Heimat bedroht wird, diese aber trotzdem liebt, bringt die ganze Auswanderung nichts. In dem Fall ist der ausgewanderte Jude nicht bereit, sich in Israel durchzubeissen, sondern kauft sich, sobald etwas schiefläuft, ein Flugticket nach Paris oder sonst wohin. Derjenige, der bewusst den Schritt der Aliyah macht, strengt sich viel mehr an im harten israelischen Alltag zurecht zu kommen.
Wie genau Israel Tausende Diasporajuden aufnehmen will, weiss kein Mensch. Ich will hier niemanden vergraulen, doch auch in Israel herrschen Wohnungsnot, Abzockmieten und Arbeitslosigkeit. Anstatt neue Jobs zu kreieren, werden die Neuankömmliche mit Taschengeld ausgestattet. Das reicht dann eine gewisse Zeit und ist erst einmal Ebbe in der Kasse, kehren nicht Wenige in ihre Heimatländer zurück. Eine völlig andere Mentalität, eine neue Sprache, ein neuer Freundeskreis, dass muss erst einmal bedacht werden. Immerhin will der Neueinwanderer Teil der Gesellschaft werden und nicht abgeschottet, ohne Rechte und soziale Absicherung leben, wie ein paar in Israel lebende christliche Touristen.

In Deutschland sollten Aliyah – willige Juden vorsichtig sein, wenn man denn den Gang zur Jewish Agency wagt. Die nämlich arbeitet offiziell mit einer christlichen Organisation zusammen, deren Ziel es ist, Juden zum Christentum zu missionieren !

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