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Cinema City in Jerusalem

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Photo: Miriam Woelke

 

B“H
Ein Tourist wird kaum daran interessiert sein, sich ausgerechnet in Jerusalem einen Hollywood Film anzusehen. Falls doch, so sollte sich besonders ein deutscher Tourist darauf einrichten, dass in Israel Kinofilme sowohl als auch Filme im Fernsehen grundsätzlich in der Originalsprache mit hebräischen Untertiteln gezeigt werden. Etwas anderes könnte ich mir, nebenbei gesagt, gar nicht mehr vorstellen und das deutsche TV mit all den Synchronisationen klingt einfach nur grausam !
Vor noch nicht allzu langer Zeit eröffnete der riesige Cinema City Kino Komplex seine Pforten. Die Location an sich ist schon ungünstig: Gegenüber dem Obersten Gerichtshof und Außenministerium. Es besteht, soweit ich weiss, nur ein Busverbindung: Die Linie 7. Und die zockelt durch die ganze Stadt. In der Gegend drumherum ist des Abends tote Hose. Sobald die Regierungsangestellten Feierabend haben, wird das Gebiet zur Einöde.
Gestern Abend war ich zum ersten Mal in der noch relativ neuen Cinema City. Seit Monaten streiten sich die Betreiber mit der Stadtverwaltung um die Öffnungszeiten und als ich gestern dort war, wusste ich warum. Viele Leute waren nicht gerade da, aber kann sein, dass mein Eindruck falsch ist. Donnerstags ist bestimmt der am meisten frequentierte Tag, denn das Wochenende steht vor der Tür.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Plan der Betreiber ist es, den Kinokomplex auch am Schabbat zu öffnen, um mehr Besucher anzulocken. Ein aktuelles Jerusalemer Gastronomieproblem: Am Schabbat offen haben oder nicht ?
Einerseits werden am Schabbat Kunden angelockt, die säkuler leben, andererseits ist man somit nicht mehr koscher und die religiöse Kundschaft bleibt weg. In Jerusalem ist es auf alle Fälle von Vorteil, ein koscheres Restaurant oder Cafe zu betreiben, denn die Anzahl der Besucher erhöht sich. Nicht nur bei relig. Juden ist eine koscherer Gastronomiebetrieb attraktiv; auch viele sonst säkuler oder traditionell lebende Juden essen nur koschere Küche.
Praktisch sehe dies beim Cinema City folgendermaßen aus: Der Gebäudekomplex könnte am Schabbat geöffnet sein, aber die dort ansässigen koscheren Restaurants bleiben geschlossen. Nicht koschere Restaurants sind geöffnet.
Dasselbe Verfahren erleben wir bereits am Alten Busbahnhof, wobei ich festgestellt habe, dass die dortigen Restaurants es vorziehen, den Schabbat einzuhalten und dementsprechend koscher zu sein. In Jerusalem ist dies, nach wie vor, wesentlich profitabler.
Zur derzeitigen Gastronomie im Cinema City: Fast alle Restaurants und Cafes sind koscher. Das eigentliche Problem des Kinokomplexes sehe ich in der Location an sich. Alles erscheint zwar riesig, aber irgendwie fehlt es an Atmosphäre. An Pflanzen. An etwas Warmem im Design. Selbst wenn die Gänge voll Besucher wären, irgendwie wirkt alles wie ein kalter Busbahnhof, in dem man nur schnell zum Bus und weg will.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Ein Kinobesuch in Israel ist nicht billig (mindestens 10 Euro) und das Popcorn dazu kostet nochmal 10 Euro (inklusive Cola). Ziemlich happig für den Durchschnittsverdiener und gestern liess ich das Popcorn eh weg, denn ich nahm an einer speziellen Veranstaltung zum Holocaust teil.
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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

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