Leben in Jerusalem

Startseite » Tiere » Heute Morgen in Jerusalem: „Außer Spesen nicht viel Schnee gewesen“

Heute Morgen in Jerusalem: „Außer Spesen nicht viel Schnee gewesen“

Validation content="ca3b12cf8d29815feeb7b8e18de25f4b"
B“H
Wer jetzt auf Bilder eines schneebedeckten Jerusalem hofft, der wartet vergeblich. Zwar war der gestrige Sturm ziemlich gefährlich für Leute die draußen herumliefen, doch was dann meistens folgte waren Graupelschauer und massig Hagel. Auf den Straßen bildete sich Matsch und am späteren Nachmittag dann kam der Schnee. Erst heftig und dann immer weniger. Kurz gesagt, es liegt kaum mehr Schnee in Jerusalem und der momentane Regen läßt auch noch den Rest schmelzen. Mit arbeitsfrei ist also nicht viel und die Schüler beginnen den Unterricht um 10.00 Uhr. Nix mit freiem Tag und so. In Gush Etzion sowie den Siedlungen in Judaea und Samaria (Shomron) ist die Lage anders und es gibt schulfrei. Dort landete auch wesentlich mehr Schnee als in der Hauptstadt.
Bis zum Sonntag bleibt es noch eiskalt und ab und an ist Schneeregen angesagt. Im Großen und Ganzen aber erwies sich der Schneesturm  weniger heftig als noch im Dezember 2013. Wobei ich nicht verschweigen will, dass die Elektrizitätswerke teilweise erneut versagten und landesweit ca. 15,000 Israelis ohne Strom dasaßen. Und das im Jahre 2015, wie viele in diversen Foren proklamierten. Dabei hatten die Kommunen vorher ziemlich geprotzt, alles im Griff zu haben. Ein Kommentar in einem Forum fand ich besonders treffend:
„Wenn das Land schon beim kleinsten Schneesturm versagt, wie soll es da erst zugehen, wenn wieder einmal Krieg ist ? Vielleicht sollte die Hamas mit Schneekanonen schiessen, anstatt mit Raketen. Schnee macht Israelis unsicher und demzufolge verkriecht man sich schnell. Ergo, könnte die Hamas Israel allein mit Schnee besiegen“.
Ab Montag steigt das Jerusalemer Thermometer wieder auf 13 Grad mit Sonne pur. 🙂
Heute früh hatte ich nach dem Aufstehen totale Angst, die Haustür aufzumachen. Zwar hatte ich Zelt und eine andere kleine Behausung für die Straßenkatzenfamilie aufgestellt, doch wusste ich nicht, ob das reichen würde. Deswegen erwartete ich schon ein oder zwei Katzen totgefroren und malte mir ein Horrorszenario aus. G – tt sei Dank behielt mein Bruder Recht, der mir da gesagt hatte, dass Straßenkatzen viel aushalten. Die gesamte Family wartete freudig und verfressen wie immer aufs Frühstück. Alle waren da und nichts ist passiert.
Am Abend werde ich vom einem nahegelegenen Supermarkt noch mehr Kartons besorgen und die Pappe als Isolierung unter die Behausungen legen. Vor meine Tür bleibt es weitgehend trocken und die Katzen haben es, mehr oder weniger, erträglich warm. Den kleinen Kater Jerry habe ich bei mir in der Wohnung und der will bei dem Wetter gar nicht mehr raus.
Jerusalem findet also langsam zur Normalität zurück. Der Sturm ist vorüber und die Saukälte von 0 bis 4 Grad Celsius werden wir schon irgendwie überstehen. 🙂
Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: