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Zur Schneesituation in Israel

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Photo: The Marker
Vor dem Schneesturm: Israelis beim Hamsterkauf im Rami Levy Supermarkt in Talpiyot / Jerusalem

 

B“H
Gestern Abend traf der vorausgesagte Sturm auf Jerusalem. Massig kalte Luft und heute früh atmete man lediglich Staub. Der Wind blies sämtlichen Dreck vor sich her, doch jetzt ist die Luft sauberer, denn es fielen mittlerweile ein paar Regentropfen. Nichtsdestotrotz, es tobt ein heftiger Sturm und wer nicht raus muss, bleibt drinnen.
In Jerusalem, Zfat sowie in Gush Etzion (Hebron, Kiryat Arbah) ist heute schulfrei. Die Jerusalemer Stadtverwaltung, Nationalbiblothek und alle Regierungsministerien bleiben geschlossen. Die Polizei will eventuell ab 10.00 Uhr die Zufahrtsstraßen in die Stadt schliessen.
Der Norden um die Golanhöhen und die Stadt Zfat sind bereits eingeschneit. Mittags soll der Schneesturm auf Jerusalem mit aller wucht auf Jerusalem treffen. In der Negev toben Sandstürme. In mehreren Orten wie Petach Tikwah und Pardes Chana fiel bereits der Strom aus. Immer wieder fallen entwurzelte Bäume auf Strommasten.
Mein in Deutschland lebender Bruder fragte mich am Telefon, ob wir in Israel wie vor 100 Jahren leben, wenn da soviel Tamtam um einen Schneesturm gemacht wird. Was, Leute gehen nicht zur Arbeit und alles ist dicht ?
Dieselbe Frage stellen sich auch mttlerweile viele Israelis: „Wie kann es sein, dass die ganze Welt monatelang mit Schnee fertig wird und nur in Israel herrscht bei den kleinsten Flocken schon das große Chaos ?“
Dazu muss man sagen, dass es sich bei einem etwaigen eiskalten Wintereinbruch stets nur um wenige Tage handelt. Hausbesitzer oder Regierung investieren in gar nichts und man sitzt halt das schlechte Wetter aus. Wenn es sein muss mit Wolldecken.
Gebäude, Stromkabel, alles ist billig produziert und würde den hohen deutschen, kanadischen oder amerikanischen Sicherheitsstandards gar nicht entsprechen. Hauptsache billig und nach mir die Sintflut.
Im Frühjahr baute uns ein billig engagierter Palästinenser eine Mauer zwischen meinem Balkon und der Seite der Nachbarn. Heute früh traf ich die Nachbarin und meinte ironisch, dass die Mauer noch steht. Wir trauen der Mauer nicht über den Weg und mal sehen, ob sie standhält oder nicht doch noch davonweht. Reparaturen werden gerne an unprofessionelle Billigkräfte weitergegeben, denn professionelle Handwerker sind Hauseigentümern zu teuer. Allein deswegen fällt vieles schon fast von allein auseinander.
Der Sturm soll sich Morgen legen, aber schneien wird es noch bis Freitag. Wenn auch alles irgendwann in Schneeregen übergeht. Bis zum Schabbat bleibt es mit Null Grad eiskalt.

 

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Photo: Walla
Schnee in Ramat HaGolan

 

 

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Photo: Walla
Umgekippter Werbemast in Netanya
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