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MEGA und SCHUFERSAL fahren Umsatzeinbußen ein

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An fast jedem Donnerstagabend kaufe ich bei der haredischen (ultra – orthodoxen) Billigkette OSHER AD ein. Riesig groß und sauberer als die Rami Levi Kette nur wenige Meter entfernt. Hinzu kommt, dass Osher Ad keine Palästinenser beschäftigt und der Kunde dementsprechend nicht dumm angemacht (Yahud, Yahud – Jude, Jude) wird wie bei Rami Levi. Dazu bietet Osher Ad eine vielfältigere Produktpalette und günstige Preise. Nudeln für 2,90 Schekel ! Wo findet man das sonst ?
Nachdem ich meinen Wocheneinkauf bei Osher Ad erledigt habe und mit meinem Hackenporsche nach Hause rolle, komme ich am superteuren Schufersal Deal vorbei. Israelis lieben Deals. Heisst, Sonderangebote. Wer jedoch bei den Supermarktketten Schufersal (egal, ob Deal oder ohne) sowie Mega einkauft, auf den wartet das blaue Wunder an der Kasse. Hier wird drei – oder viermal mehr gezahlt als bei Rami Levi oder Osher Ad. Wer kann sich das heute noch leisten ?
Ich wohne in der Nähe einer Niederlassung der Super Deal und wenn ich dort freitags Eier und Milch einkaufe, wundere ich mich stets über die Super Deal Kundschaft, die da allein für ein paar Waren im Korb locker 500 Schekel (ca. 120 Euro) hinlegt. Bei Osher Ad zahle ich für dieselben Produkte vielleicht einmal 100 Schekel. Der Super Deal aber setzt auf die vielen UNO Angestellten, die bei uns im Stadtteil leben. Die stammen aus dem Ausland und haben keine Ahnung. Dazu bietet Super Deal eine Menge US Waren zu horrenden Preisen an. Die ausländsichen UNO Angestellten lassen sich auf diese Weise so richtig abzocken.
Genauso wenig begreife ich Israelis, die immer noch beim Schufersal Deal einkaufen anstatt gegenüber den Osher Ad zu stürmen. Aber zu meiner Zeit in Deutschland gab es ja auch immer Leute, die bei Tengelmann kauften und jene (mich eingeschlossen), die zu Lidl oder Aldi rannten. Erst bei Tengelmann kaufen und dann jammern, dass das Portemonnaie leer ist.
Die großen Supermarktketten findet man in Jerusalem vorwiegend in Givat Shaul / Beit HaDfus und in Talpiyot. Wenn Ihr aus Touristenbasis hier seid, werden Ihr Euch kaum dorthin bemühen, sondern eher im arabischen Altstadtviertel oder auf dem Machane Yehudah Markt einkaufen. Letzterer ist in den vergangenen 2 – 3 Jahren viel zu teuer geworden und immer weniger Leute erledigen dort ihren Großeinkauf. Bis vor Kurzem kaufte ich auf dem Machane Yehudah sehr gutes Fleisch von einem bestimmten Metzger. Immer frisch und super Qualität. Auch das kann ich mir mittlerweile sparen, denn der Osher Ad bietet eine riesige Fleischtheke zur Selbstbedienung.
In israelischen Portemonnaies ist das Geld knapp und jeder schaut halt, wo er günstig Lebensmittel einkaufen kann. Man muss rechnen und Preise vergleichen, anders geht gar nichts mehr. Noch dazu, wo die Lebensmittelpreise hierzulande wesentlich höher liegen als in Deutschland. Ketten wie Rami Levi oder Osher Ad beleben das Geschäft und da muss sich die Konkurrenz etwas einfallen lassen, um Kunden anzulocken. Dies wiederum ist gut für den Verbraucher, aber die Realität bleibt dennoch: Israel ist ein sauteures Land !
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