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Jerusalem bereitet sich auf den Schnee vor

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Momentan ziehen dicke dunkle Wolken über Jerusalem auf. Der Wetterbericht sagt 10 Grad Celsius Tagestemperatur und heftige Regenfälle voraus. Morgen und am Dienstag soll es kalt, aber relativ trocken bleiben. Dafür zieht ein Hurricane – artiger Sturm auf, der bis mindestens Donnerstag über das Land hinwegfegt. Außerdem soll es am Mittwoch und Donnerstag zu Schneefall im nordisraelischen Zfat sowie in Jerusalem kommen.
Die Medien rufen jetzt schon alle dazu auf, sich vorzubereiten. Morgen Abend werde ich bereits meinen Wocheneinkauf erledigen, aber mein Haushalt ist auf Strom angewiesen. Sprich „electric heater“. Wenn erneut Strommasten aufgrund des heranziehenden Sturmes umkippen und alles ausfällt, bleiben nur Kerzen.
Mir tun all die Straßenkatzen und streunenden Hunde draußen leid. Für die Katzenfamilie in unserem Vorgarten stellte ich zwei kleine Zelte auf. Wasserdicht, aber bei Temperaturen um die Null Grad ist alles ein Desaster für die Tierwelt. Obwohl ich letzte Woche zwei kleine Kätzchen der Familie zu mir nahm, musste ich das Weibchen wieder hinaussetzen, denn sie entpuppte sich als Bully. Ihrem kleinen Bruder biß sie unaufhörlich in den Kopf und liess ihn noch nicht einmal ins Katzenklo. Somit habe ich jetzt nur den kleinen Jerry bei mir und der Rest ist draußen.
Die Homepage der Stadtverwaltung stellt ausführliche Infos zum aufkommenden Unwetter in Jerusalem lediglich in hebräischer Sprache zur Verfügung. Alle, die der Sprache nicht mächtig sind, finden hier eine Übersetzung:
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/189460#.VKjyPHtIjtQ
Im Ausland gehören Sturmböen, massive Regenfälle und Schnee zum üblichen Winterbild. In Israel ist das anders, denn die Kommunen kapieren einfach nicht, dass eine Vorbereitung notwendig ist. Nicht immer nur warnen und jeder Bewohner ist sich selbst der Nächste. Seit dem Katastrophenwinter im Dezember 2013 wurde Stromleitungen eben mal so repariert, doch beim nächsten Sturm kippt eh alles wieder vom Sockel.
Typisch israelisch ist, abzuwarten und alles vorüberziehen zu lassen. Bis zum nächsten Mal und dann geht alles wieder von vorne los. Wenn Schnee kommt, liegt eh alles darnieder. Bei Schneefall in Jerusalem stellen die Busse sofort ihren Betrieb ein, Geschäfte machen dicht und keiner bewegt sich mehr zur Arbeit bis es aufhört zu schneien. Allein die Hauptstraßen werden vom Schnee geräumt und der Rest kann sehen, wie er klarkommt. Rausgehen tut eh niemand und am besten, man deckt sich bereits jetzt mit Lebensmittel ein. Selbst Gehsteige werden nicht geräumt und gestreut erst recht nicht.
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