Leben in Jerusalem

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Straßenkatzen im Jerusalemer Winter

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

B“H
Vor fast drei Wochen wurde die Mutter der Katzenfamilien, die in unserem Vorgarten lebt, überfahren. Ich fand sie morgens tot am Straßenrand und war total geschockt. Sie war eine super Mutter und tat alles für ihre Kleinen. Insgesamt hatte sie acht Kinder aus zwei Würfen. Vier aus dem ersten Wurf, von dem ein Baby starb und Sparky, der Kater den ich aufnahm, starb vor einem Monat. Zwei Weibchen aus dem Wurf sind noch am Leben.
Ende August gebar Cat Mom nochmals vier Kätzchen, wovon zwei nach einem Monat starben. Einer wurde totgefahren und das zweite Kätzchen wurde vom Motor eines PKW zerschmolzen, weil es darunter gekrabbelt war.
Zwei Kätzchen sind noch am Leben. Ein Weibchen (Rot – Weiss) und ein Männchen (Grau). Ich habe mich ihrer etwas angenommen, denn es ist Winter in Israel. Zwar nicht so mit Kälte und Schnee wie in Deutschland, doch Regen und Temperaturen von momentan 8 Grad Celsius in der Nacht machen Straßenkatzen zu schaffen.
Das Weibchen mit der roten – weissen Farbe schläft bei mir in der Wohnung. Tagsüber ist sie meistens draußen bei ihrem Bruder. Am Spätnachmittag wird es jedoch bereits kalt und, wenn ich daheim bin, kommt sie sofort angerannt. Ansonsten lasse ich sie abends hinein. Bettchen, Katzenklo, Scratch Post und Spielzeug ist ja noch von Sparky da und die Kleine begriff sofort, wozu das Katzenklo da ist. Kein einziges Malheur passierte. 🙂
Ich will, dass ihr kleiner Bruder abends auch hereinkommt, und wenigstens bei mir im Warmen schläft, doch er hat zuviel Angst. Hoffentlich ändert er seine Meinung, denn ab Freitag sinken die Temperaturen bis auf 7 Grad Celsius in der Nacht und 10 Grad Celsius am Tag. Ab dem Schabbat soll es regnen und stürmen. Mindestens bis Sonntagabend oder auch Montag. Der Winter ist also im Anmarsch. Für die zwei größeren Katzen habe ich ein kleines Zeit mit Decken ausgelegt.
Eines muss ich sagen: Das Leben einer Straßenkatze ist schon mies. Perverse Kater laufen hinter den Weibchen her, Essen gibt es aus der Mülltonne, im Winter die Kälte und dann jagen sich die Katzen gegenseitig und kämpfen um ihr Territorium.
Wer meint, Katzen stinken rum, der irrt. Früher dachte ich auch einmal so, aber mit Sparky sah ich, dass kein besonderer Geruch vorhanden ist. Katzen sind reinliche Tiere und putzen sich den ganzen Tag. Mehr als so mancher Mensch.
Und wer das Katzenklo sauber hält, dem schwirrt kein Gestank durch die Bude. Es liegt halt viel am Tierhalter und nicht immer nur an den Tieren.
Ich bin froh, wenn die zwei Kleinen groß sind und das Wetter wieder wärmer wird. Zum Tierarzt bringe ich sie erst in ca. 2 – 3 Wochen. Zum Kastrieren sind sie noch zu jung, aber sie brauchen eine Generaluntersuchung und Impfungen gegen Tollwut und Katzenkrankheiten. In Jerusalem geht momentan keine Tollwut um, sondern meistens nur auf den Golanhöhen. Aber sicher ist sicher !
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