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Israel ist das Land der Zeitarbeiter

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Leider werden die allerwenigsten von Euch sprachlich in der Lage sein, die israelische TV Reportage zu verfolgen. Schade, denn es geht um die allzu weit verbreitete Zeitarbeit in Israel.
Insgesamt 500,000 Leute, ca. jeder siebte Israeli, arbeitet bei einer Zeitarbeitsfirma. Ausgebeutet, wie überall auf der Welt. Ein Großteil der Zeitarbeiter werden ausgerechnet in Regierungsministerien beschäftigt. Ausgerechnet die Regierung (egal, ob rechts oder links), die eigentlich die gesetzlichen Rechte der Zeitarbeiter verbessern sollte, stellt sich als Helfer der Sklavenhändler heraus.
Jobs in Ministerien werden heute fast ausschliesslich an Zeitarbeiter vergeben, denn Festangestellte kosten eine Menge Geld, da man als Regierungsangestellter super Konditionen wie Rentenfond und anderweitige Vergütungen bekommt. Festgestellte bei den Ministerien haben ausgesorgt, aber kosten offenbar zuviel Geld. Da sind Zeitarbeiter billiger und nach Belieben austauschbar.
Den Großteil der Zeitarbeiter stellen Reinigungskräfte und die Sicherheitsbranche, sprich Security Guards, dar. Fast die Hälfte aller gut ausgebildeter Sozialarbeiter findet heutzutage nur noch über die Zeitarbeit einen Job. Doch selbst die Hightech Branche, Krankenschwestern oder Lehrer sind heute unter den Zeitarbeiter. Und die Zukunft schaut noch viel schlimmer aus, denn am Ende gibt es in Israel nur noch Zeitarbeit.
In dem Filmbericht erzählen eine Sozialarbeiterin, eine Reinigungskraft (eingewandert aus Frankreich) sowie eine Lehrerin ihre Erfahrungen mit der Zeitarbeit. Jemand kommt zu Wort und berichtet, dass Zeitarbeiter in seinem Unternehmen sogar eine bestimmte Toilette haben und nicht die Klos der Festangestellten benutzen dürfen. In den Kantinen von Hightech Unternehmen sind nur Festangestellte in der Lage, Mittagessen zu kaufen. Zeitarbeiter sind immer die Angeschmierten und man schaut auf sie herab.
Am Ende findet die Sozialarbeiterin Adi doch noch einen festen Job. Die Lehrerin ebenso, aber die Reinigungskraft Rivka kämpft weiter für soziale Rechte von Zeitarbeitern. Währenddessen arbeitet sie weiterhin als Putzfrau bei der Zeitarbeit.

 

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