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Knessetwahlen 2015: „Wen ich vermutlich wähle“

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Photo: Kikar HaShabbat

 

B“H
Heute Abend zündet die jüdische Welt die erste von acht Chanukkah – Kerzen. Das ist mir wichtiger als all die politischen Ereignisse in unserem Land. Im März 2015 sind Knessetwahlen und ich bin mir nicht sicher, wen ich überhaupt noch wählen soll. Jeder Knessetabgeordnete, dem irgendwas in seiner Partei nicht passt, gründet seine eigene kleine Partei. Jüngstes Beispiel ist der bekannte SHASS (haredisch – sephardische Partei) Politiker Eli Yishai. Seit Jahren liegt er mit Gegner Aryeh Deri im Dauerzwist um die Parteimacht. Zu Lebzeiten sorgte das Oberhaupt Rabbi Ovadiah Yosef für Ruhe, doch seitdem der Rabbi vor einem Jahr starb, herrscht bei Shass das absolute Chaos. Jetzt ging Yishai und gründete seine eigene MARAN (Titel des Rabbi Ovadiah Yosef) Partei.
All die unnötigen Abspaltungen zeigen, dass kein Politiker sich um das Volk schert, sondern nur darum, sein eigenes Machtsüppchen zu kochen. Ganz Israel sollte die Wahlen boykottieren !
Bei all den Knessetwahlen zuvor wählte ich stets Prof. Aryeh Eldad. Einen der wenigen ehrlichen Politiker und jemand, der zu Israel steht und sich weder von den USA, der EU oder messianischen US – Christenmissionaren kaufen läßt. Doch Aryeh Eldad tritt vermutlich nicht an und so muss ich gezwungenermaßen umschwenken. Netanyahu traue ich nicht über den Weg, denn, obwohl er jetzt auf Patriot macht, wird der Likud mit Millionenspenden amerikanischer evangelikaler Fundamentalchristen gesponsert. Dasselbe erleben wir bei Bayit Yehudi, die Partei, die mittlerweile Bayit HaGoim (Haus der Nichtjuden anstatt Juden) genannt wird. Das einstige Mavdal – Oberhaupt Rabbi Mordechai Eliyahu dreht sich im Grabe um, wenn er sieht, wie seltsame hypermoderne Nationalreligiöse zu Christen umschwenken.
Obwohl ich sie eigentlich nicht wählen wollte, wird mir diesmal offenbar nichts anderes übrig bleiben: Auch sie sind zerstritten, aber ich werde mich, wohl oder übel, zu Gimmel bekennen: Der haredischen (ultra – orthodoxen) Partei Yahadut HaTorah. Wenigstens gehen sie keine Kompromisse ein und haben mit missionarischen Christen, die sich seit langem in Israel einkaufen wollen, nichts am Hut. Das ist der Grund, warum ich voraussichtlich Yahadut HaTorah wählen werde und nicht, weil sie sonst so supertoll sind.
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