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Das israelische Politkarussell

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Im März 2015 stehen vorgezogene Knessetwahlen an, denn die bisherige Regierungskoalition war am Ende zerrüttet. Eine Tatsache, die schon zu Beginn der Legislaturperiode zu erwarten war. Zuviele Kungeleien und zuviel Gemauschel.
Obwohl die Linke samt ihrer Medienwelt mächtig Propaganda auffährt, ist sich die Mehrheit sicher, dass Netanyahu es wieder packen wird.
Ja oder nein, Neuwahlen wird es nicht allzu lange danach eh wieder geben. Jeder Politiker denkt nur an sich und am allerschlimmsten geifert momentan Zipi Livni durchs Land. Von Netanyahu frisch gefeuert wollte sie mit Best Buddy Ya’ir Lapid (ebenso gefeuert) einen Pakt schliessen und gemeinsam bei den Wahlen antreten. Zipis einst neugegründete Tnuah – Partei gibt es nicht mehr und die Abgeordneten stehen plötzlich alle ohne Partei da, denn die Chefin liess alle im Regen stehen. Tnuah ist nicht mehr existent und mit Ya’ir Lapid wollte Zipi am Ende nicht mehr, denn sie verfolgt ein großes Ziel: Premierministerin.
Mit der kleinen Tnuah – Klitsche würde sie kein Knessetmandat mehr erreichen und Lapid wird mit Yesh Atid halb in der Versenkung verschwinden. Mindestens 10 Sitze soll er bei den kommenden Wahlen verlieren, denn die Israelis haben sein arrogantes Gelaber satt. Für seine eigene Partei ist Lapid wie ein Diktator, denn niemand darf ihn feuern oder abwählen. Parteitage gibt es nicht und allein Ya’ir Lapid legt alles in der Partei fest.
Zipi Livni braucht also eine erfolgreichere Partei und schloss mit dem Vorsitzenden der Arbeiterpartei, Yitzchak Herzog, ein Bündnis. Im Falle eines Wahlsieges wolle man als Ministerpräsident rotieren. Mehrere Parteimitglieder haben bereits Protest angemeldet, denn man will die Zicke Zipi nicht haben. Gewinnt die Arbeiterpartei nicht, wendet sich Frau Livni schnell dem Likud zu. Wie einst die FDP, die immer mit dem Sieger ging und soviel wie möglich aus einem Koalitionsvertrag quetschte.
Eine weitere neue diktatorische Partei erwartet uns bei den kommenden Wahlen: Die Kulanu (wir alle) Partei des Moshe Kachalon. Einst Knessetabgeordneter des Likud und später Netanyahu – Feind. Wie Ya’ir Lapid ist die Kulanu eine Ein – Mann – Partei, obwohl zahlreiche Kandidaten auf der Wählerliste stehen. Wie Lapid hat hier nur ein Mann dass sagen: Nämlich Moshe Kachalon selbst und sonst niemand. Es finden keine Wahlen zum Parteivorsitzenden statt und wie Lapid, entscheidet einzig und allein Kochalon.
Zipi Livni tritt mit der Arbeiterpartei auf und Avigdor Liebermann mit Kulanu von Kachalon. Streit und Intrigen sind jetzt schon vorprogrammiert, denn jeder will Macht und sonst gar nichts.
Netanyahu läuft zusammen mit Naftali Bennett (Bayit Yehudi) auf. Bennett gilt innerhalb seiner Partei ebenfalls als Diktator.
Nur Ya’ir Lapid steht allein da auf weiter Flur und keiner wollte ihn. Selbst Busenfreundin Livni nicht, die da die Macht vorzog.
So schaut es aktuell aus und wir erwarten einen heissen Wahlkampf mit deftigen Intrigen. 🙂
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