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Schlechte Nachrichten für Wohnungsmieter in Jerusalem

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B“H
Bis vor ein paar Jahren zeigten alle mit dem Finger auf die extrem hohen Mieten in Tel Aviv. Die Folge war, dass immer mehr Tel Aviver in umliegende Kleinstädte wie Bat Yam, Holon, Rishon LeZion, Petach Tikwah, Rehovot oder Nes Ziona zogen. Sobald sich in diesen Orten eine hohe Nachfrage an Mietwohnungen auftat, wurden die Vermieter gierig und begannen, die Mieten zu erhöhen. Mittlerweile sind die kleinen Orte um Tel Aviv fast genauso teuer wie die Küstenstadt selbst.
Dasselbe Schauspiel erleben wir jetzt in Jerusalem. Im vergangenen sowie in diesem ausklingenden Jahr liegt Jerusalem mit seinen Mieterhöhungen prozentual noch vor Tel Aviv. Um weit mehr als 10 % stiegen die Mieten an und wer eine bezahlbare Wohnung sucht, hat es garantiert nicht leicht. Studenten haben eh das Nachsehen, denn eine eigene Wohnung kann sich kaum jemand leisten und viele Vermieter wollen keine WGs mehr, denn das bringt oft nur unnötigen Ärger ein.
Zwar bin ich nicht auf Wohnungssuche, aber man fragt sich manchmal schon, was wird. Was, wenn ein Umzug ansteht ? Auf diversen Websites scheint kein Mangel an Wohnungen zu herrschen und die Auswahl ist da. Wenn man dann aber auf die Preise schaut und sich die Wohnung ansieht, kommt einem das Grausen. Heruntergekommene Löcher werden zu horrenden Preisen angeboten. Nicht selten ist die Wohnung illegal zusammengeschustert. Neulich erst berichtete die Lokalzeitung YEDIOT YERUSHALAYIM von Studenten und deren Erfahrungen bei der Wohnungssuche. Ein Vermieter wollte ein Zimmer an den Mann bringen, dass nur 1,70 m hoch war. Der Student, der zum Besichtigungstermin anrollte, war jedoch größer als 1,70 m und musste sich im Zimmer bücken, damit sein Kopf nicht an die Decke knallte. Was der Vermieter gemacht hatte war, ein Zimmer mit einer sehr hohen Decke einfach in der Mitte zu teilen, damit zwei Zimmer daraus wurden. Ergo, zweimal Miete. Als ich das las, fiel ich fast vom Stuhl.
Israelische Vermieter sich fast immer gierig und drücken sich nicht selten vor Reparaturen. Wer diesbezüglich Probleme hat, kann sich an die hiesige Stadtverwaltung wenden, denn dort gibt es kostenlose Beratungen für Mieter. Als ich vor Jahren einmal in einer WG lebte, stand in unserem Mietvertrag, dass es untersagt sei, sich an die besagte Mieterberatung zu wenden. Ein absolut gesetzeswidriger Paragraph, aber keine Seltenheit.
Häufig sind es nicht nur die Vermieter, die abstruse Mietverträge aufsetzen, sondern auch WG Mitbewohner. Derjenige aus der WG, der den eigentlichen Mietvertrag hält. Damit habe ich auch schon meine Erfahrungen gemacht und hätte ich dementsprechend Probleme bekommen, würde ich keine Sekunde zögern und zum Anwalt gehen. Probleme bekam ich dann doch, aber ich war, G – tt sei Dank, schon ausgezogen und konnte der Person bequem den Finger zeigen.
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