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Jerusalemer Stadtteil HaMekasher soll plattgemacht werden

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Photo: Miriam Woelke
Am HaMekasher
B“H
Total schockiert war ich als ich am Freitag durch das Jerusalemer Lokalblatt YEDIOT YERUSHALAYIM blätterte. Offenbar befindet sich das Projekt schon seit mehreren Jahren in Planung, doch ich erfuhr erst jetzt davon.
Wieder einmal geht ein altes Stück Jerusalem den Bach hinunter. Hierbei handelt es sich um das kleine Areal HaMekasher im Stadtteil Kiryat Moshe. Zu Kiryat Moshe, einem ausgeprägten nationalrelig. Stadtteil, habe ich eh eine besondere Beziehung, denn ich habe dort jahrelang gewohnt. Darunter auch im Mekasher Gebiet, welches sich von der Yeshiva (relig. Lehrinstitut) bis an den Herzl Boulevard zieht. Unter anderem verbindet der Herzl Boulevard den Zentralen Busbahnhof mit dem Holocaust Museum Yad Vashem, dem Sha’arei Zedek Hospital sowie den Stadtteilen Kiryat Moshe. Beit HaKerem, Bayit Vagan oder Kiryat Yovel.
Der gesamte HaMekasher Bereich mit seinen älteren Häusern soll abgerissen werden und stattdessen werden zwei Wohntürme mit je 25 Stockwerken entstehen. Vermutlich wieder Luxus und die kleinen Kiryat Moshe Leute haben das Nachsehen.
Die Häuser am HaMekasher sind alt und immer, wenn man das Wasser in der Küche laufen läßt, hat derjenige, der gerade duscht, das Nachsehen. Das typische Wasserdruckproblem von Kiryat Moshe. 🙂 Trotzdem konnten sich gerade junge Familien mit Kindern die Wohnungen leisten und es herrscht eine Art dörfliche Atmosphäre um den Mekasher herum. Man kennt sich, sitzt im Grünen auf der Bank und die Kinder spielen. Und das nur ein paar Meter neben dem vielbefahrenen Herzl Boulevard.
Momentan plant die Stadtverwaltung mehrere Wohnprojekte. Wenn Häuser nicht mehr ins Stadtbild passen, werden sie gnadenlos abgerissen und es entstehen Hochhäuser mit Luxuswohnungen. Diese wiederum werden von reichen amerikanischen Juden gekauft, die da nur an den Feiertagen drin wohnen. Ansonsten bleiben die Eigentümer in den USA wohnen und die Luxusbauten stehen weitgehend leer. Man schaue nur auf den neuen Stadtteil Nof Zion (bei Arnona) wo fast nur eine Frau lebt. Der Rest der Siedlung steht leer, denn die Eigentümer leben in den USA.
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