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Wo essen in Jerusalem ? In der „HA’MARAKIA“

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Seit fast 20 Jahren lebe ich in Israel und hatte es nie geschafft, in eines der ältesten Jerusalemer Restaurants zu gehen. In ein Jerusalemer Urgestein, was leider immer seltener wird, denn Fast Food und Modernes macht sich immer mehr breit.
MARAK ist das hebräische Wort für SUPPE. Im Plural SUPPEN lautet das Wort MARAKIM. Besonders im Winter liebt der Israeli eine heisse Suppe. Egal was, doch vorwiegend Tomatensuppe. Wenn es geht, mit Reis darin.
Wer einen Platz sucht, an dem vorzügliche hausgemachte Suppen serviert werden, der gehe in die HA’MARAKIA in der Jerusalemer Innenstadt. Nahe am Innenministerium (Shlomzion HaMalka). Die HA’MARAKIA selbst findet Ihr in der Koresh Street 4. Geöffnet von 12.00 Uhr mittags bis 24.00 Uhr in der Nacht.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Ein Freund von mir liegt mir seit mehr als zwei Jahren in den Ohren, doch einmal in die HA’MARAKIA zu gehen. Eine richtige Jerusalemer Institution und weil ein gemeinsamer Bekannter von uns dort arbeitet. Zwar habe die Marakia kein Hechscher (Koscherzertifikat) doch sei sie dennoch nicht unkoscher. So reden viele säkulere Israelis und ich fragte mich, was unser gemeinsamer Bekannter (ein relig. Jude) dort arbeite.
Gestern endlich schaffte ich es einmal in die Ha’Marakia und traf auch sofort auf den Bekannten. Der erklärte mir, was es mit dem ganzen Koscherdings auf sich habe. Das kleine Restaurant besitze kein rabbinischer Zertifikat, sei jedoch am Schabbat geschlossen. Man benutze nur koschere Zutaten und es arbeiten dort nur Juden. In gewisser Weise kann dies als koscher betrachtet werden und wenn ich mir vorstelle, was in koscheren Restaurants oder Hotels mit Arabern in der Küche so abgeht, ziehe ich ein Restaurant mit jüdischem Küchenpersonal vor.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Ich löffelte also eine Tomatensuppe, die da super schmeckte. Die Marakia serviert nicht nur Suppen, sondern auch Sandwiches. Die nicht alkoholische Getränkeliste ist recht knapp gehalten und Mineralwasser gab es nicht. So bekam ich Wasser aus der Leitung, denn Säfte trinke ich absolut nicht, es sei denn frisch gepresst.
Wer in Israel Wasser aus der Leitung bestellt, zahlt normalerweise nicht dafür. Alles umsonst ! Ich las, dass das in Deutschland nicht so ist und deswegen erwähne ich das hier.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Mit 30 Schekel (ca. 7 Euro) fällt eine Suppenschüssel, meines Erachtens nach, recht teuer aus. Neben der Tomatensuppe (ohne Reis) gibt es genauso Lauchsuppe, Süßkartoffelsuppe oder eine Suppe mit Zwiebeln und Pilzen. Was die Marakia ausmacht, sind jedoch nicht nur die Suppen, sondern das Ambiete. Das Mobiliar erinnerte mich an meine alte Studentenkneipe. Holzstühle unterschiedlicher Herkunft und es scheint alles zusammengekleistert zu sein. Künstlermäßig und schlicht. Ein Klo gibt es auch und das sogar mit Tür. Allerdings war auch ein Vorhang dort. Vor den Toiletten und nicht als Türersatz im eigentlich Örtchen. 🙂

 

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Photo: Miriam Woelke
Man kann draußen und drinnen sitzen, es gibt manchmal Live Musik und eine heimische Atmosphäre. Wer Luxus sucht oder mehr Gediegenes, der ist vielleicht in der Marakia falsch. Man geht dort nicht hin, um gesehen zu werden, sondern um eine tolle Atmosphäre zu geniessen. Ohne all das Modepüppchen oder arrogantes Gehabe.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Dort gegessen habe ich letztendlich nur, weil besagter relig. Bekannter dort arbeitet. Trotzdem kann ich die Ha’Marakia nur weiterempfehlen ! 🙂
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